Keine Zeit verlieren

Angesichts der Fülle an wichtigen Aufgaben darf das geschätzte Investitionsvolumen von 50 bis 60 Millionen Euro niemanden überraschen. Der Gebäudebestand in Kempen ist größtenteils aus den 60er und 70er Jahren.

Und seitdem ist in vielen Schulen, Turnhallen und Verwaltungsgebäuden nicht viel passiert.

Damit steht Kempen nicht allein — das Problem haben andere Städte und Gemeinden auch. Kempens Vorteil: Im Vergleich zu anderen Kommunen ist die Haushaltslage besser. Deshalb müssen die Verantwortliche in Verwaltung und Politik sich nun auf den Weg machen, um den Vorteil ausspielen zu können. Die großen Summen dürfen nicht abschrecken. Das Geld muss in die Hand genommen werden, um Schulen und Turnhallen auf einen modernen Stand zu bringen. Um neue Kitas zu bauen. Um das Rathaus zu sanieren.

Letzteres dürfte im Zusammenhang mit den neuen Gebäuden am Bahnhof auch dazu führen, dass die Stadtverwaltung wieder zu einem attraktiven Arbeitsplatz wird. Das kann man mit Blick auf den Zustand einiger Büros und Nebenstellen derzeit nicht behaupten. Eine zeitgemäße Unterbringung des Personals ist ein wichtiges Argument, um Fachkräfte zu gewinnen. Um den guten Kempener Standard zu erhalten, attraktiv und zukunftsfähig zu bleiben, müssen jetzt Millionen in die Hand genommen. Kempen darf dabei keine Zeit verlieren.

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