Grefrath: Junge Flüchtlinge feiern Bowling-Premiere

Grefrath: Junge Flüchtlinge feiern Bowling-Premiere

Auf Einladung der Antonius-Schützen kamen 16 Jugendliche auf die Bahn am Sporthotel.

Grefrath. Auf der Anzeigetafel über der Bowlingbahn blinken Namen wie Yazan, Mohamed und Mamadou auf. Der erste Versuch scheitert, die Kugel poltert nach wenigen Metern in die Rinne. Yazan dagegen hat ein goldenes Händchen: Bei seiner Bowling-Premiere bleibt nur ein einzelner Pin stehen. Freudig reißt der junge Mann die Hände gen Himmel und blickt sich triumphierend um.

Hans Impelmann vom Vorstand nennt einen der Hintergründe des Treffens

Schon nach wenigen Minuten auf der Bahn zeigt sich, dass die St. Antonius-Schützen eine gute Idee hatten. Sie hatten rund 30 jugendliche Flüchtlinge, die ohne Begleitung in Deutschland sind und derzeit im Mülhausener Antoniushaus wohnen, zum Bowlen eingeladen. 16 junge Männer aus Afghanistan, Syrien, Guinea und Eritrea folgten am Freitagnachmittag der Einladung.

Unter ihnen auch Shebir und Basir. Die beiden 16-jährigen Afghanen erzählen, dass sie noch nie zuvor gebowlt haben. Das hält Shebir aber nicht davon ab, als Einstand gleich mal das gesamte Pin-Dreieck (bestehend aus zehn Kegeln) mit einem Wurf abzuräumen — Strike!

Auch die beiden Betreuerinnen und die anwesenden Schützen machen mit, darunter Kassierer Hans Impelmanns und Brudermeister Guido Ellerwald. Impelmanns nennt zwei Hintergründe des Treffens. Zum einen sei man aufgrund des selben Namenspatrons — Antoniushaus/Antonius-Schützen — auf die Idee zum Bowlen gekommen. Zudem habe er durch seinen Sohn Till, der die Liebfrauenschule besucht, Kontakt zu jungen Flüchtlingen bekommen.

Der gemeinsame Nachmittag wurde aus der Vereinskasse bezahlt, das Cosmic Bowling Center der Gebrüder Buscher ist den Schützen preislich entgegengekommen. Als mögliche Fortsetzung hat Brudermeister Ellerwald einen Bügel-Nachmittag ins Spiel gebracht.