Jung hilft Alt für kleines Geld

Die Senioren-Union der Grefrather CDU bringt eine Taschengeldbörse an den Start.

Grefrath. Georg Fasselt hat schon den ersten Auftrag. Der Vorsitzende der Senioren-Union Grefrath sucht vier Jugendliche, die für ein Taschengeld je 500 Flyer in Grefrath verteilen, um ein neues Angebot bekannt zu machen: die Taschengeldbörse für Grefrath und Vinkrath. Unter dem Motto „Hilfe für dich, Job für mich!“ werden dort Jugendliche, die sich etwas dazuverdienen möchten, und Senioren, Familien oder Berufstätige, die kleine Aufträge zu vergeben haben, zusammengeführt. Ob es nun Hilfe im Garten, bei Besorgungen, Hund ausführen, Babysitten, am Computer oder ähnliches ist. Gegen ein Taschengeld erledigen junge Menschen die anfallenden Arbeiten.

Der Vorstand der Grefrather Senioren-Union hat das Projekt nun in der CDU-Geschäftsstelle, Markt 6, vorgestellt. Dort im Fenster sowie im CDU-Schaukasten an der Ecke Mörtels-/Dorfstraße in Vinkrath wird man in Zukunft die Namen und Kontaktdaten der jungen Arbeitswilligen finden. Auch im Internet unter www.su-grefrath.de/taschengeldbörse sind die Angebote zu finden. Über Facebook kann man zur Grefrather Taschengeldbörse ebenfalls Kontakt aufnehmen.

„Aus den Erfahrungen in Oedt haben wir einiges gelernt“, so Georg Fasselt. Dort gibt es die Taschengeldbörse schon seit drei Jahren. Und es wurde klar, dass sich die Menschen, die Hilfe suchen, eher selten melden. Daher werden in Grefrath nur noch die Arbeitsangebote der Jugendlichen ausgehängt. Suchende können diese dann direkt kontaktieren. Es hatte sich außerdem gezeigt, dass die Taschengeldbörse nur auf einen Ortsteil bezogen funktioniert. In Oedt hatten sich Jugendliche aus Grefrath, Kempen und Vorst angemeldet, bekamen allerdings keinen Job angeboten, da die Hilfesuchenden junge Leute in der direkten Nähe bevorzugten.

Die Jobbörse für Grefrath ist jetzt im Internet freigeschaltet. Jungen und Mädchen ab 14 Jahre können sich dort oder mit Hilfe des Flyers anmelden und angeben, welche Hilfe sie anbieten möchten. Jobber bis 18 Jahre benötigen das Einverständnis der Eltern. Der Hilfesuchende kann sich dann beim Jugendlichen melden. Die Entlohnung wird untereinander vereinbart. Fasselt betont, dass die Taschengeldbörse keine Vermittlung ist, sondern nur als Plattform dient.

Maximal zwei Stunden am Tag und zehn Stunden in der Woche darf die Beschäftigung erfolgen. Die Arbeiten sollen ungefährlich sein. Um die Kontaktdaten aktuell zu halten, werden diese nach zwölf Monaten gelöscht. Wer weiter dabei sei möchte, kann sich neu anmelden. Es sei aber auch schon vorgekommen, dass die Jugendlichen das nicht mehr brauchten, weil sich über die Börse für sie eine regelmäßige Arbeit ergeben hatte.

Die Taschengeldbörse im Ortsteil Oedt wird von den „Perspektiven für Oedt“ betreut und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, so Fasselt. Jugendliche können sich auch dort gerne melden.