Förderprogramm „Aufholen nach Corona“  Jugendämter bekommen 1,1 Millionen Euro

Kreis Viersen · Um die Folgen für die Entwicklung junger Menschen abzumildern, haben Bund und Land jetzt das Programm „Aufholen nach Corona“ aufgelegt. Davon soll auch etwas in den Kreis Viersen fließen.

 Mit dem Aufholprogramm sollen Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven gegeben werden.

Mit dem Aufholprogramm sollen Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven gegeben werden.

Foto: dpa/Arne Dedert

(biro) Bedingt durch die Corona-Pandemie mussten viele Kinder und Jugendliche auf Kontakte zu Gleichaltrigen, auf Sport und Gruppenerlebnisse verzichten. Um die Folgen für die Entwicklung junger Menschen abzumildern, haben Bund und Land jetzt das Programm „Aufholen nach Corona“ aufgelegt. Wie die CDU-Landtagsabgeordneten Britta Oellers und Marcus Optendrenk nun mitteilten, werden aus dem Bereich des Familienministeriums in den Haushaltsjahren 2021 und 2022 rund 107 Millionen Euro investiert, von denen rund 1,1 Millionen Euro direkt an die Jugendämter im Kreis Viersen gehen sollen.

„Mit dem Aufholprogramm wollen wir Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ermöglichen“, so Oellers und Optendrenk. Ein Schwerpunkt sei die Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe für Angebote der sozialen Arbeit an Schulen, Mittel für zusätzliche Freiwillige im freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr sowie für Angebote für Jugendarbeit. Darüber hinaus könne das Geld verwendet werden, um Jugendfreizeitangebote, internationale Jugendbegegnungen sowie Wochenend- und Ferienfreizeiten zu unterstützen.

Dafür stellt das Land gemeinsam mit dem Bund den Jugendämtern im Kreis Viersen rund 1,1 Millionen Euro für dieses und für das kommende Jahr zur Verfügung. Das Geld soll für neue Angebote, zur Ausweitung bestehender Angebote oder zur Kompensation pandemie-bedingter Mehrausgaben bei diesen Angeboten verwendet werden.

Das Geld wird direkt an die Kommunen verteilt, um vor Ort dem konkreten Bedarf entsprechend Projekte, Angebote und Leistungen zu fördern. „Die Jugendämter können damit eigene Angebote und solche freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe fördern, damit Kinder und Jugendliche nicht zu Verlierern der Pandemie werden“, teilten Oellers und Optendrenk mit.

Das Jugendamt des Kreises Viersen, das auch für Grefrath und Tönisvorst zuständig ist, erhält für das Haushaltsjahr 2021 126.063 Euro, für das Haushaltsjahr 2022 252.127 Euro. An das Jugendamt in Kempen fließen für das Haushaltsjahr 2021 46.355 Euro, für das Haushaltsjahr 2022 92.710 Euro.

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