Jubiläum des Reisemobil-Parks Kempen: Gegrilltes zum Geburtstag

Jubiläum des Reisemobil-Parks Kempen: Gegrilltes zum Geburtstag

Gäste und Betreiber feiern das Einjährige in geselliger Runde. Die Erwartungen der beiden Betreiber wurden bisher übertroffen.

Kempen. So sieht gelebte Gemeinschaft aus: Hartmut und Ingrid Eichberg grillen zum Jubiläum des Reisemobil-Parks Kempen für sich und ihre Mit-Camper. Am Wochenende feierten Betreiber und Gäste von nah und fern den ersten Geburtstag des Parks. Als kleines Dankeschön wurde der Grill rausgeholt und auch das ein oder andere Bier getrunken. Natürlich fachsimpelten die Wohnmobilisten und tauschten Erfahrungen aus.

Die Einrichtung am Parkplatz zwischen „aqua-sol“ und Sporthotel bietet auf 2800 Quadratmetern 29 Stellplätze mit Parzellen von 54 bis 66 Quadratmetern Größe. Die stadtnahe Lage mit Sportangeboten direkt vor der Tür kommt bei den Gästen gut an. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Wir bekommen viel positives Echo und sind mit den Gästen darüber zufrieden“, sagt Dieter Riedel. Er betreibt mit Matthias Plaschka den Platz, für dessen Aufbereitung sie 120 000 Euro ausgegeben haben. Die Finanzierung läuft mit der Volksbank über fünf Jahre: „Unsere Altersvorsorge“, sagt Riedel.

Die Investition habe sich gelohnt: Wo früher ein weißer Fleck auf der Stellplatzkarte war, verbringen heute niederländische, belgische und deutsche Stammgäste ihre Freizeit. Besonders stolz sind die Betreiber auf die gute Mund-zu-Mund-Propaganda. Der persönliche Kontakt und die familiäre Atmosphäre auf dem Platz hätten sich herumgesprochen. Vor allem Niederländer bewerten den Platz im Internet sehr gut. Viele Gäste nehmen Flyer mit und werben woanders für Kempen.

„Pro Tag lässt ein Fahrer im Durchschnitt 40 Euro im Ort“, zitiert Riedel eine Statistik. Im Durchschnitt bleiben die Wohnmobilisten zwei, drei Tage. Ein Blick in die offiziellen Zahlen: Während im Dezember 2011 in allen Kempener Hotels 496 Gäste 915 Mal übernachteten, waren es auf dem Stellplatz 137 Gäste mit 2281 Übernachtungen. „Eine riesige Kaufkraft für Kempen“, ist sich Riedel sicher.

Für den Erfolg wird der Platz weiter verschönert. Die Rezeption ist eine schmucke Holzhütte, die Grenze zum Parkplatz hin ist bepflanzt, und morgens gibt’s ab 8.30 Uhr einen Brötchen-Service. „Wir stehen sogar im ADAC-Stellplatzführer 2012“, freut sich Riedel. 140 Blumenkübel zur Einfriedung der Stellplätze sind bestellt, weitere Beete und ein Kräutergarten sollen folgen. Der Reisemobil-Park Kempen ist nach einem Jahr eine Erfolgsgeschichte — und für Macher und Gäste vor allem gelebte Gemeinschaft.