Jeremia ist der Neue an der Krippe

Die Abtei Mariendonk zeigt noch bis Mitte Januar ihre Krippe in der Krypta der Öffentlichkeit.

Mülhausen. Der Prophet Jeremia gesellt sich in diesem Jahr zu den Figuren und Tieren der Mariendonker Krippe. Wie die meisten der mittlerweile 44 Figuren stammt er aus dem Alten Testament. Jeremia trägt einen Mandelzweig in der Hand.

Jeremia ist der Neue an der Krippe
Foto: Lübke

Dazu erklärt Schwester Judith, die die Figur gefertigt hat: „Als Gott ihn zum Propheten berief, sagte er: ,Was siehst du, Jeremia?’ Dieser antwortete: ,Ich sehe einen Mandelzweig.’ Da sagte der Herr: ,Du hast richtig gesehen; denn ich wache über mein Wort und führe es aus’.“ Im Hebräischen sei dies ein ein Wortspiel, so die Ordensschwester. Es bedeute: „Ich bin der Wachsame, ich wache über mein Wort und führe es aus“. Unablässig sei Gott der Wachende, so die Benediktinerin. „Der Mandelbaum blüht als erster der Obstbäume, ist also wach oder wachsam, und Jeremia empfängt tatsächlich das Wort des Herrn und soll es dem Volk verkünden.“

Die Krippe wird seit mehr als zwei Jahrzehnten aufgebaut. Viele der Figuren hat Schwester Judith hergestellt Zur Krippe gehören nicht nur die Figuren, die unmittelbar in der Weihnachtsgeschichte vorkommen, sondern vor allem Propheten und Heilige aus dem Alten Testament: Abraham und seine Frau Sara, Mose, Jesaja und viele andere aus dem Volk Israel. In den vergangenen Jahren sind auch Figuren aus dem Neuen Testament hinzugekommen, wie beispielsweise vor zwei Jahren Paulus.

Die Mariendonker Krippe in der Krypta der Abtei am Niederfeld 11 ist bis einschließlich 14. Januar zu besichtigen. Die Öffnungszeiten sind jeweils nachmittags von 15 bis 17.30 Uhr. Bei größeren Gruppen bitten die Benediktinerinnen um eine vorherige Anmeldung. Für Gruppen besteht auch die Möglichkeit einer Führung. Anmeldung und Information unter Tel. 02152/91540 (werktags von 9 bis 11 und von 15 bis 17 Uhr).