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Kempen: In vier Monaten ist alles fertig

Kempen : In vier Monaten ist alles fertig

Bei den Arbeiten auf der Judenstraße läuft seit gestern der letzte Bauabschnitt. Begonnen wurde er im Bereich der Patersgasse.

Kempen. Die Winterpause ist vorbei und deshalb wird ab sofort auf der Judenstraße wieder gearbeitet. Der letzte Bauabschnitt steht an. Das heißt, die Bauunternehmung Hamelmann hat gestern mit dem Ausbau der Straßenoberfläche begonnen. „In vier Monaten wird alles fertig sein. Wir hoffen sogar, dass es noch schneller geht. Nur die Bäume werden erst im Herbst gepflanzt“, sagte Tiefbauamtsleiter Torsten Schröder gestern bei einem Ortstermin an der Baustelle auf der Judenstraße. Sie sollen der Ersatz für die Bäume sein, die im Herbst des vergangenen Jahres vor dem Pfarrhaus gefällt werden mussten.

Begonnen haben die Arbeiten gestern im Bereich der Patersgasse. Von dort aus wird gleichzeitig in Richtung Buttermarkt und Engerstraße gearbeitet. Während der gesamten Bauzeit bleiben Durchgänge für Fußgänger und Radfahrer bestehen. Auch die Anwohner und Geschäftsleute sollen weiterhin so wenig wie möglich belästigt werden. Deshalb probiert die Firma Hamelmann drei Rüttelplatten aus, mit denen der Boden verdichtet wird, bevor darauf das Pflaster verlegt wird. Die Maschine, die am leisesten ist und außerdem am schnellsten arbeitet, soll dann weiterverwendet werden. Die Geräte verfügen über eine Messtechnik, die dem Benutzer anzeigt, wann der Boden optimal verdichtet ist.

Damit die Arbeiten weiterhin schnell von der Hand gehen, setzt Hamelmann dieselben Mitarbeiter ein, die auch schon die bisherigen Bauabschnitte begleitet haben. Im Moment sind immer fünf Leute gleichzeitig im Einsatz. Später kommen dann noch zwei Pflasterer mit ihren Helfern hinzu.

Die Geschäftsleute an der Judenstraße haben noch einmal betont, wie zufrieden sie mit dem bisherigen Verlauf der Bauarbeiten sind. „Wir haben uns das viel schlimmer vorgestellt“, sagen Silke Zander und Stephan Bunse von der Interessengemeinschaft Judenstraße übereinstimmend.

Dieses Lob hörten Bürgermeister Volker Rübo und der Technische Dezernent Stephan Kahl natürlich gerne. „Die Tiefbauarbeiten sind bisher sensationell gelaufen. So kann es weitergehen“, sagte Kahl.

Wenn die Vorarbeiten zur Verdichtung des Bodens abgeschlossen sind, wird auf der Judenstraße der Pflasterstein verlegt, für den sich die Politik nach langen Diskussionen entschieden hatte. Anlieger hatten sich vor allem dagegen ausgesprochen, dass der Stein verwendet wird, der rund um den Klosterhof verlegt worden war. Stattdessen wurde ein grobkörniger Stein ausgewählt. Dieser soll in Zukunft auch auf anderen Straßen in der Altstadt verwendet werden, wenn dort neue Leitungen verlegt werden müssen. Das ist aber laut Rübo in den nächsten Jahren nicht geplant.

Nach Fertigstellung der Judenstraße soll es ein großes Abschlussfest geben. Das kündigten Silke Zander und Stephan Bunse von der Interessengemeinschaft Judenstraße bereits jetzt an. Sie verraten aber nur so viel: Die Plastikenten, die Anfang des Jahres als Marketing-Maßnahme eingesetzt worden waren, werden wieder eine Rolle spielen.

Kräftig gefeiert hatten die Händler mit den Kempenern ja auch schon mit einem „Baggerfest“ zur Halbzeit der Bauarbeiten. Sie hatten damit damals ein Late-Night-Shopping an der Ellen- und der Peterstraße verbunden.