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Kempen: Immer mehr Auflagen für Jecke

Kempen : Immer mehr Auflagen für Jecke

Für den Nachholzug an Rosenmontag 2017 stehen die Details fest. Der KKV musste ein sogenanntes Evakuierungskonzept erstellen.

Kempen. Die meisten Kempener dürften derzeit eher an die Süßigkeiten auf dem Weihnachtsteller als an die Kamelle des Karnevalszuges denken. Es gibt aber schon einige Menschen, die sich intensiv mit der fünften Jahreszeit und ihrem Höhepunkt, dem Rosenmontagszug am 27. Februar, befassen. Allen voran Theo Balters, Zugleiter des Kempener Karnevals-Vereins (KKV). „Klar, wir stecken schon mitten in den Vorbereitungen“, sagt Balters auf Anfrage der WZ. Schließlich laufe bereits seit einigen Wochen die Anmeldung.

Theo Balters, Zugleiter

Die Anmeldungen von Gruppen und Vereinen trudeln nach Angaben von Balters aber erst langsam ein. „Die meisten Jecken werden noch in Weihnachtsstimmung sein.“ Die Frist zur Anmeldung endet am 6. Februar. Alle weiteren Infos gibt es auf der Homepage des KKV (siehe Info-Kasten).

Neben dem Anmeldeverfahren haben Balters und die Kollegen vom KKV-Vorstand derzeit vor allem mit den Sicherheitsbestimmungen für den Zug zu tun. Neben dem üblichen Aufwand musste der KKV für 2017 ein sogenanntes Notfall-Evakuierungskonzept auf die Beine stellen. „Das haben wir jetzt auch online gestellt“, so Balters.

Im Kern geht es darum, wie ein Abbruch des Zuges zu organisieren ist. Zu diesem könnte es beispielsweise wegen eines schlimmen Unfalls oder wegen schlechten Wetters kommen. Dass dies nicht ganz so abwegig ist, hat schließlich der diesjährige Zug gezeigt, der wegen der Sturmwarnungen abgesagt werden musste. Und nun 2017 nachgeholt wird.

„Zu dem Evakuierungskonzept gehören unter anderem sogenannte Abbruchstellen. An diesen würden die Zugteilnehmer dann im Falle eines Abbruchs die Altstadt verlassen“, so Balters. Sechs dieser Stellen gibt es entlang des Zugwegs. Sollte es zu einem Abbruch kommen, würden die Jecken von der jeweiligen Abbruchstelle zur Sammelstelle am Parkplatz Köhlerhalle/Schwimmbad geleitet. Die Erstellung des Konzeptes habe den KKV intensiv beschäftigt. „Es gehört aber zu den Auflagen, die bei so einer Veranstaltung zu erfüllen sind“, sagt Balters.

Gemeinsam mit der Stadt Kempen hat sich der KKV inzwischen auch definitiv auf einen Zugweg festgelegt. Entgegen den Plänen von 2016 wird 2017 wieder über die Judenstraße gezogen — schließlich ist die Baustelle dort beendet. Das gilt nach Angaben des Zugleiters allerdings nicht für die Peterstraße. Es sei nicht gewährleistet, dass die Baustelle der Firma Ralf Schmitz so abgeräumt ist, dass dort ein Karnevalszug ziehen kann. „Daher bleibt es dabei, dass wir die Peterstraße via Raben- und Heilig-Geist-Straße nur überqueren“, sagt Theo Balters.

Der Zug stellt sich wie immer an der Kleinbahnstraße/Am Bahnhof auf. Von dort geht es auf die Thomasstraße und anschließend auf den Burgring. Es folgt der Möhlenring, dann geht’s links auf die Ellen-straße in die Altstadt. Von dort geht es über den Buttermarkt zur Judenstraße. Dann ziehen die Jecken über die Engerstraße wieder auf den Ring. Nach einem kurzen Stück über den Donkring (der üblichen Fahrtrichtung entgegengesetzt) gehen die Jecken wieder in den Altstadtkern. Über Raben- und Heilig-Geist-Straße geht es dann wieder raus auf den Hessenring. Zu guter Letzt geht es über den Dämkesweg und die Berliner Allee zur Zugauflösung an der Köhlerhalle, Schmeddersweg.