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IHK Mittlerer Niederrhein: Standort Niederrhein hat Potenzial

25 Jahre Standort Niederrhein : „Mehrwerte für die Wirtschaft bieten“

Die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein gehört mit zu den Gründern der kommunalen Standortgemeinschaft am Niederrhein. 25 Jahre nach dem Start schaut IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz auf Erreichtes und die Herausforderungen für die Zukunft.

(ki-) Als Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Niederrhein ist Jürgen Steinmetz von Beginn an Teil des Bündnisses „Standort Niederrhein“, das jetzt seit 25 Jahren
besteht.

Herr Steinmetz, die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein ist von Beginn an Teil des Bündnisses Standort Niederrhein. Haben sich die Erwartungen erfüllt?

Jürgen Steinmetz: Die Standort Niederrhein GmbH bündelt das nationale und internationale Standortmarketing der Region. Das gemeinsame Werben um Investoren, Projektentwickler und Unternehmen – etwa bei gemeinsamen Messeauftritten in München, Amsterdam oder im Rahmen anderer Projekte und Aktivitäten – klappt sehr gut.

Welche Probleme löst, welche Chancen schafft die Standort Niederrhein GmbH für die Wirtschaft in der Region?

Steinmetz: Im Wettbewerb der Regionen um Investitionen und Unternehmen positioniert und vermarktet sich der Standort Niederrhein mit koordinierten und gemeinschaftlich abgestimmten Schwerpunkten. Die Standort Niederrhein GmbH agiert hier nicht nur als Dienstleister für die eigenen Gesellschafter, sondern bietet auch direkte Mehrwerte für die Wirtschaft. Einerseits beispielsweise durch verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten an regionalen Gemeinschaftsständen bei international wichtigen Messen. Andererseits durch den Zugang zu spezifischen Unterstützungsinstrumenten oder Fördermöglichkeiten wie beispielsweise der sogenannten Potenzialberatung im Rahmen der Trägerschaft der Regionalagentur Mittlerer Niederrhein.

Welches Potenzial sehen Sie für die Standortgemeinschaft in der Zukunft?

Steinmetz: Mit dem Arbeitsschwerpunkt Standortmarketing und der Trägerschaft der Regionalagentur Mittlerer Niederrhein hat die Standort Niederrhein GmbH klar definierte Handlungsfelder. Gleichzeitig bietet die regelmäßige und enge Abstimmung die Möglichkeit, kurzfristig auf neue Themen und Potenziale zu reagieren.

Die Kammern engagieren sich auch für die Metropolregion Rheinland, die mit deutlichen Startschwierigkeiten zu kämpfen hat. Sind Standortgemeinschaften wie der Niederrhein erfolgreicher, weil sie in der Dimension und in der Organisation noch handlungsfähig sind?

Steinmetz: Mit mehr als 30 Vereinsmitgliedern arbeiten im Metropolregion Rheinland deutlich mehr Institutionen in einer größeren Raumkulisse zusammen als in der Standort Niederrhein GmbH. Die Bearbeitung unterschiedlicher Themen benötigt unterschiedliche Zuschnitte und Organisationen. Die regionalen Entwicklungsorganisationen im Rheinland arbeiten Hand in Hand. So ist sichergestellt, dass ausgesuchte Projekte in der Kooperation zur Umsetzung kommen und dabei Synergien genutzt werden können.