Stadtplanung in Kempen: Hülser Straße: Kreisverkehr für neues Gewerbegebiet

Stadtplanung in Kempen : Hülser Straße: Kreisverkehr für neues Gewerbegebiet

Der Kempener Planungsausschuss befasst sich am 6. September mit der Änderung des Bebauungsplans.

Kempen. . Dass im Bereich „Südlich Hülser Straße“ ein neues Gewerbegebiet entstehen soll, hat die Stadt schon seit zwei Jahren auf der Agenda. Der Startschuss für die Änderung des Bebauungsplans steht nun am Donnerstag, 6. September, auf der Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz.

Um das Gebiet für den Verkehr zu erschließen, soll im Bereich der Einmündung der Heinrich-Horten-Straße in die Hülser Straße — an der Kreuzung liegt auch das Gelände der Kempener Feuer- und Rettungswache — ein Kreisverkehr gebaut werden, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung für den Ausschuss.

Für die Stadt ist das neue Gewerbegebiet wichtig, weil derzeit keine größeren Baugrundstücke für Gewerbe zur Verfügung stehen. Um die Nachfrage in den nächsten Jahren decken zu können, soll zunächst auf einer Teilfläche der Bebauungsplan geändert werden.

Eine Nachfrage ist schon sehr konkret: Die Ansiedlung eines Baustoffhandels soll auf einer Fläche von drei Hektar möglich werden. Die Firma Pegels, die zur Heinsberger Gruppe Mobau Wirtz & Classen gehört, will, wie berichtet, ihre bisher vier Teilstandorte an einem neuen Standort zusammenziehen. Das bisher genutzte Areal im Bereich Bahnlinie/Hülser Straße soll dann frei werden für Wohnbebauung. In direkter Nachbarschaft, zwischen St. Huberter Straße und Verbindungsstraße, sind bereits neue Mehrfamilienhäuser entstanden.

Im Juni 2016 hatte die Politik die Änderung des Flächennutzungsplans für das neue Gewerbegebiet an der südlichen Hülser Straße mit einem Beschluss zur Beteiligung der Öffentlichkeit auf den Weg gebracht. Der Flächennutzungsplan, der Gewerbe auf dem rund 14,3 Hektar großen Areal zulassen soll, befindet sich weiterhin in der Aufstellung.

Parallel dazu gibt es nun die Pläne zum Bebauungsplan eines Teilstücks. Zur Debatte im Ausschuss steht ein rund 4,3 Hektar großer Bereich direkt an der Hülser Straße — gegenüber von Wasserwerk, Rettungswache und Straßenverkehrsamt — an den Außenring angrenzend. Die Fläche wird zurzeit landwirtschaftlich genutzt. Die Natur dort weist laut Stadt eine vergleichsweise „geringe ökologische Wertigkeit“ auf - ausgenommen ist der Bereiche parallel zum Außenring sowie die Flächen am Seldergraben. Daher sollen dort die Naturflächen erhalten bleiben. Auch die Bäume entlang der Hülser Straße sollen stehen bleiben können. Nur für die Zufahrt werden Bäume gefällt werden müssen.

Wenn der Planungsausschuss, der am 6. September, 18 Uhr, im Ratssaal tagt, dem Entwurf zustimmt, wird dieser über einen Zeitraum von vier Wochen öffentlich ausgelegt.

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