Hobbymarkt: Kreative Hobby-Kunst in Grefrath

Ob Holz, Keramik oder Textil: Ambitionierte Bastler aus der Umgebung zeigten ihre Werke.

Hobbymarkt: Kreative Hobby-Kunst in Grefrath
Foto: Lübke, Kurt (kul)

Grefrath. Der Hobbymarkt boomt seit Jahren und bringt immer neue Ideen, Materialien hervor. Wer einmal im Frühjahr die Creativa in der Dortmunder Westfalen-Halle besucht hat, weiß das. Gleichwohl bleibt auch bei den Hobbykünstlern altes Handwerk erhalten und beliebt. Da sind die Arbeiten mit Nadel und Faden, die Arbeit mit dem gebrannten Ton (Keramik), die Malerei, die Tiffany-Glasarbeiten, die Häkel-oder Strickarbeiten, die Arbeiten mit Holz oder mit Kupfer. In Grefrath haben in den vergangenen Jahrzehnten viele Hobbykünstler aus Grefrath und Umgebung ihre Freizeitgestaltung präsentiert.

Hobbymarkt: Kreative Hobby-Kunst in Grefrath
Foto: Kurt Lübke

Lieselotte Schattschneider hatte vor mehr als 30 Jahren die Idee, der Hobbykunst eine Bühne zu geben. Viele Jahr im Haus des Gastes, dem heutigen Spatzennest. Diejenigen, die schon von Anbeginn dabei sind, freuen sich auf die 40. Ausstellung in drei Jahren. In diesem Jahre waren es 15 Hobbykünstler, die den Weg in die Aula des Schulzentrums am Burgweg fanden. Sie kamen aus Grefrath und den umliegenden Kommunen.

Noch nie hat in Grefrath jedoch ein Feldhandball-Nationalspieler seine Werke ausgestellt. In diesem Jahr war das der Fall. Hans Tüffers (72), einst aktiver Feldhandballer des TV Lobberich war Nationalspieler im früheren Sport Feldhandball und hat auch um die Deutsche Meisterschaft gespielt. In Grefrath war er jetzt zu Gast mit seinen ausdrucksstarken Kupferarbeiten, die Haus und Garten mit Leben erfüllen und Hingucker sind. Ob ein Spinnengewebe mit einem Durchmesser von 70 Zentimeter, ein Kirchturmhahn, Eulen, Katzen — für Tüffers gibt es fast grenzenlose Möglichkeiten seiner Passion nachzugehen.

Marianne Pasch aus Vinkrath ist eine Keramik-Künstlerin, die schon zu den Urgesteinen der Grefrather Hobbyausstellung zählt. Sie hat ein Auge für die Dinge, die man mit Ton umsetzen kann. So hatte sie beispielsweise das Kempener Café Peerbooms als Töpferin in Szene gesetzt, aber auch eine Hasenfamilie.

Als Tiffanyfensterbild fanden bei der Ausstellung Mitglieder der Schlibecker Matthiasschützenbruderschaft ihre Kapelle aus dem Heitzerend wieder. Ein gelungenes Werk.

Aus Kempen zu Gast war mit ihren modernen Bildern und Empfehlungen für exklusive Tischdekorationen Margit Kraemer. Sie war im Eingangsbereich der Aula der Türöffner in die Ausstellung. Kraemer lässt sich gerne von einladenden Gärten bei ihrer Arbeit inspirieren. Gemälde in Öl, Handtaschen in vielen Farben, Formen und Materialien, Patchworkarbeiten groß und klein, gehäkelte Tischdecken, Modeschmuck, kleine Lampenschirme, Aquarelle und vieles andere mehr waren bei der Ausstellung zu sehen. Wer eine Pause brauchte, den lud ein Cafe zum Verweilen.