Hinsbeck: Die Liebe zur Natur vermitteln

Hinsbeck: Die Liebe zur Natur vermitteln

Kreis Viersen zeichnet ehrenamtliche Naturschützer aus.

Hinsbeck. Fünf ehrenamtliche Naturschützer wurden am Dienstagabend mit dem Bürgerpreis 2009 des Kreises Viersen ausgezeichnet: Herbert Hubatsch, Ernst Holthausen, Kurt Lemke, Heinz Maibaum und Heinz Tüffers. Die Ehrung fand vor etwa 100Gästen im Info-Zentrum der Biologischen Station Krickenbecker Seen statt.

Für sein Lebenswerk als Naturschützer wurde Herbert Hubatsch (88, Süchteln) geehrt und erhielt 1500Euro. Seit 1958 engagiert sich der ehemalige Leiter der Realschule Kempen für den Naturschutz im Kreis. Der Schlesier kam als Nachtjäger in die Venloer Heide. Aus dem Soldaten wurde ein Naturschützer, der seinen Schülern die Liebe zur Natur vermittelte.

1990 war er an der Gründung der Biologischen Station beteiligt und ist heute noch im Vorstand aktiv. Er war Vorsitzender des Höheren Landschaftsbeirates. Mit dem Preisgeld will Hubatsch die Beschaffung eines GPS-Gerätes für die Biologische Station unterstützen. So sollen die Standorte seltener Pflanzen exakt lokalisiert werden.

Ebenfalls 1500Euro bekam der ehrenamtliche Fledermaus-Forscher Ernst Holthausen (74, Hinsbeck). Seit 1980 engagiert er sich für den Fledermausschutz im Kreis. Er erstellte ein Verzeichnis der Baumhöhlen, markierte in Absprache mit den Förstern die Höhlenbäume, damit diese nicht gefällt werden. Er reinigt die Baumhöhlen, kontrolliert, zählt und kartiert.

2000Euro gab es für drei Alltagshelden vom Nabu-Naturschutzhof. Kurt Lemke (74, Lobberich) engagierte sich beim Auf- und Ausbau des Naturschutzhofes Sassenfeld. Er führt Gruppen über das Gelände und baut Nisthilfen, kümmert sich um Werkzeuge, Maschinen und Ausstellungsstücke. Seit 15 Jahren betreut er das Bienenhaus auf dem Nabu-Hof, das kürzlich durch Brandstiftung zerstört wurde.

Heinz Tüffers (71, Lobberich) war 1976 Mitgründer des Deutschen Bundes für Vogelschutz, dem heutigen Naturschutzbund Krefeld/Viersen. Seitdem leitet er die Ortsgruppe Nettetal. Er organisierte Pflegemaßnahmen und gehörte 1991 zu den Gründungsmitgliedern des Trägervereins Biologische Station, ist Landschaftswärter und Gründer des Naturschutzhofes.

Heinz Maibaum (81, Breyell) gehörte ebenfalls zu den Gründern des Naturschutzhofes. Bis 2005 leitete er das Infozentrum, pflegt den Bauern- und Kräutergarten. Er begleitet den naturnahen Unterricht von Kindergruppen und Schulklassen. Zudem ist er 2.Vorsitzender des Fördervereins Naturschutzhof. lg

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