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Herbstferien bringen mehr Kinder in die Corona-Testzentren im Kreis Viersen

NRW : Viele Kunden in weniger Testzentren

Durch die Herbstferien müssen nun auch Schüler, die bislang in der Schule getestet wurden, einen Schnelltest machen, wenn sie etwas unternehmen wollen. Doch viele Teststellen sind weg, die Liste beim Kreis Viersen ist nicht aktuell.

(biro) Wer in den Herbstferien mit den Kindern ins Schwimmbad oder abends eine Pizza essen gehen möchte, braucht einen Test. Bislang wurden die Schüler regelmäßig in den Schulen getestet – doch diese Tests gibt es derzeit ferienbedingt nicht. Entsprechend hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die an einer Corona-Teststelle einen Schnelltest vornehmen lassen, erhöht.

Diese Erfahrung machen derzeit die Mitarbeiter des Testzentrums Rheinland, das an der Kreuzstraße in Willich und an der Willicher Straße in St. Tönis noch zwei Corona-Schnelltestzentren führt. Für die Altersgruppe der Ab-Zwölfjährigen gebe es erst seit kurzem ein Impfangebot, viele Schüler benötigten deshalb noch Tests, teilte Alfred Erren als Betreiber des Testzentrums Rheinland mit. Deshalb habe man auch die Öffnungszeiten beibehalten – „wir wollten ein relativ breites Angebot über die ganze Woche verteilt haben.“ Geöffnet sind die beiden Zentren in St. Tönis und Willich montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr, sonntags von 10 bis 14 Uhr – wer also beispielsweise sonntags mit den Kindern schwimmen gehen wolle und einen Test brauche, bekomme ihn auch.

In Kempen gibt es
Rabatt durch 10er-Karten

Auch im Coronapoint-Testzentrum auf dem Kempener Viehmarkt ist der Zulauf derzeit „ziemlich gut“, wie Betreiber Martin von der Hocht feststellt. Am Mittwoch wurden dort rund 300 Tests vorgenommen. Auch das Coronapoint-Testzentrum hat die Öffnungszeiten beibehalten, geöffnet ist unter der Woche von 7 bis 20 Uhr, samstags von 9 bis 20 Uhr, sonntags von 10 bis 16 Uhr. Auch die Teststelle am Kempener Baumarkt an der Kleinbahnstraße zählt derzeit mehr Schüler: Kinder machten etwa zwei Drittel der Kunden aus, berichtet Heike Stein von der Teststelle. Dort ist von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Seit Montag, 11. Oktober, sind die Bürgertests nicht mehr für alle kostenfrei. Das hatte der Bund in einer Neufassung der Coronavirus-Testverordnung festgelegt, viele Teststellen im Kreis Viersen kündigten daraufhin die Schließung an. Kostenfrei sind die Tests für Kinder unter zwölf Jahren und Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Bis zum Ende des Jahres können sich auch Unter-18-Jährige und Schwangere noch kostenfrei testen lassen.

Alle übrigen müssen den Schnelltest seit Montag nun selbst bezahlen, den Preis legen die Anbieter fest. Zwischen 15 und 20 Euro müssen Testwillige einplanen, manche Teststellen geben Rabatte. So bietet etwa das Testzentrum am Kempener Baumarkt gestaffelte Preise an – vom Einzeltest für 15 Euro bis zur Zehnerkarte für 99 Euro. Bei Coronapoint am Viehmarkt werden 14,90 Euro fällig, von der Hocht zufolge sind Aktionen wie Familientarife geplant, diese soll es nach den Ferien geben. In den Corona-Testzentren von Erren in Willich und St. Tönis kostet der Schnelltest ebenfalls 15 Euro, in der Albert-Mooren-Halle in Grefrath-Oedt 18 Euro.

Für Bürger ist es derzeit allerdings nicht leicht, herauszufinden, welche Teststellen es noch gibt und welche geschlossen haben. Die Liste aller Teststellen auf der Internetseite des Kreises Viersen (www.kreis-viersen.de/buergertestung) ist nicht aktuell. Am Donnerstag waren dort beispielsweise noch die Standorte des Testzentrums Rheinland in Anrath und Vorst verzeichnet, die bereits im September geschlossen wurden, das Drive-In-Testzentrum am Ramshof in Willich, das am Wochenende schloss, das Autohaus Löwen in Willich, das die Tests am vergangenen Sonntag einstellte, und das Testzentrum der Malteser in Willich, die ebenfalls am Sonntag ihr Test-Angebot einstellten. Dem Kreis Viersen habe man die geplante Schließung bereits vor zwei Wochen mitgeteilt, berichtet Max Schumacher von den Maltesern, allerdings stehe man immer noch auf der Liste, „deshalb kommen auch immer noch Anfragen von Bürgern, die sich bei uns testen lassen wollen.“ Die Malteser verwiesen dann auf das Testzentrum an der Kreuzstraße.

Wie viele Teststellen im Kreis Viersen seit Montag den Betrieb eingestellt haben, dazu konnte der Kreis am Donnerstag keine Auskunft geben. „Der Kreis erhält derzeit die ersten Rückläufer auf die laufende Abfrage bei den Teststellen“, teilte eine Kreissprecherin mit, deshalb könne man aktuell noch nicht mit konkreten Zahlen dienen. Man bitte um Verständnis.