Grüne säenWildblumenwiese

Rund 40 Leute machten bei der Aktion des Stadtverbandes an der Kreuzkapelle mit.

Kempen. Das drohende Aussterben von Insekten und insbesondere Wildbienen ist zurzeit ein großes Thema. Mangelnder Lebensraum und die damit verbundene fehlende Nahrung sind Gründe dafür. Den Kempener Grünen ist es ein großes Anliegen auf die Missstände aufmerksam zu machen und selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Daher haben sie mit der Unterstützung von rund 40 tatkräftigen Menschen eine Ackerfläche im Neubaugebiet Kreuzkapelle bearbeitet, um dort regional eingekaufte Wildblumensamen zu säen.

Die von der Stadt Kempen zur Verfügung gestellte Fläche wurde von der Baumschule Rudolf Höfkes im Vorfeld grob gefräst. So konnten Gärtnermeister Ralf Freese und Grünen-Fraktionsvorsitzender Achim Straeten den Boden mit einer Fräse feinkrümmeliger machen. Helfer harkten die Fläche ab und säten den Samen aus. „Kempener Bürger, Erwachsene und Kinder, Bewohner und Betreuer der Lebenshilfe Kempen, Nabu und wir Grüne durften gemeinsam einen schönen Nachmittag verbringen“, so der Stadtverband. Nach der Arbeit folgte ein nettes Beisammensein. An einer Feuerstelle wurde Stockbrot gebacken.

Schon im nächsten Jahr soll der Acker kunterbunt blühen. Das soll nicht nur für die Insekten eine Freude sein, sondern auch ein Hingucker für die Kempener Bürger. Ein Vorteil soll zudem der geringe Pflegeaufwand sein. Die Wildblumenwiese muss nur zweimal im Jahr gemäht werden. Da Wildblumen einen nährstoffarmen Boden benötigen, muss auch nicht gedüngt werden.

Die Grünen hoffen, dass die Stadt auch in Privatgärten und vielen öffentlichen Stellen erblühen wird. Mit einer Gesamtfläche von rund 930 000 Hektar bieten die deutschen Gärten ein großes Potenzial. „Hier kann auch jeder Bürger selbst etwas bewegen und mit gutem Beispiel vorangehen. Gärten können insektenfreundlich gestaltet werden und jeder Hobbygärtner kann auf Spritzmittel verzichten“, heißt es in der Mitteilung der Grünen. Red