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Grefrath: Grefrather Landjugend hilft bei Biotop

Grefrath : Grefrather Landjugend hilft bei Biotop

Die Jugendlichen haben ein Projekt des Nabu in Oedt umgesetzt.

Grefrath. Ins Rollen gekommen war das Projekt durch einen Tipp von Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz. „Wir engagieren uns regelmäßig für die Gemeinde und hatten Herrn Lommetz nach einer Idee für eine Sozialaktion gefragt. Er gab uns den Rat beim Naturschutzbund nachzufragen“, so Christine Horn, Organisatorin einer Aktion der Landjugend.

Die Aufgabe, die der Nabu den Aktiven stellte, erforderte einiges an Muskelkraft. Eine ehemalige Teichfläche, die in den vergangenen Jahren immer weiter ausgetrocknet war und vollständig zu verlanden drohte, sollte so weit wie möglich wieder hergestellt werden. Ziel der Aktion war es, den immer knapper werdenden Lebensraumes für Molch, Grasfrosch, Erdkröte, Käfer und Co. nachhaltig zu erweitern.

Ein Biotop, fünf Schubkarren, 20 Spaten und Schaufeln und ebenso viele Helfer — sie konnte man bei der Aktion am Nabu—Erlebnisgarten in Oedt beobachten. „Aufgrund der Geländebeschaffenheit und des Bewuchses kam ein maschineller Einsatz nicht in Frage“, erklärte Nabu-Projektleiter Karsten Hessler. Insofern war Handarbeit gefragt.

Zunächst wurde die verschlammte Deckschicht abgetragen. Darunter stießen die Helfer auf sandigen Boden. Hierbei handelt es sich um ehemalige Flussablagerungen der Niers. Das schwere, feuchte Material den kleinen Abhang hinauf auf das ebene Gelände des Naturerlebnisgartens zu befördern, erforderte einiges an Kraft und Geschick.

Die Arbeit hat sich gelohnt: Eine beeindruckende Wasserfläche von rund 18 Quadratmetern war nach der Aktion entstanden und mit dem angrenzenden Feuchtbiotop verbunden worden. Rolf Brandt, Leiter des Nabu-Ortsverbandes, war begeistert: „Die Aktion im Naturerlebnisgarten Oedt zeigt, wie gut der Naturschutz in der Gemeinde mittlerweile verankert ist und was sich gemeinsam für den Erhalt der Artenvielfalt in der Gemeinde bewegen lässt. Großes Kompliment und herzlichen Dank an die Landjugend.“ Red