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Grefrather Handball-Nachwuchs im Training

Turnerschaft Grefrath : Handball-Tipps vom Vize-Europameister

Ex-Nationaltorwart Chrischa Hannawald war zu Gast bei der Turnerschaft Grefrath.

„Ich muss mal eine Pause machen, habe mich ein wenig an der Ferse verletzt, ich wachse wohl zu schnell“, sagt die zehnjährige Ida. Sie ist sehr talentiert und spielt mit ihrem Bruder Linus (12) seit vielen Jahren Handball. So wie es ihnen der Vater, Sascha Knümann, vorgemacht hat. Sascha Knümann ist Jugendwart der Turnerschaft Grefrath und macht mit, als der ehemalige Nationaltorwart der deutschen Mannschaft, Chrischa Hannawald, in der Halle an der Bruckhauser Straße seine dreitägige Handballschulung fortsetzt.

„Erst Ende der Sommerferien haben wir uns zu diesem dritten Camp entschlossen, relativ schnell waren die Anmeldungen da“, erzählt der 47-jährige Jugendwart. Gemeinsam mit Wiebke Feyerabend und Katrin Ellerwald hat er das Ganze  vorbereitet.

Viele hatten nach dem ersten Tag ordentlich Muskelkater

Chrischa Hannawald betreibt seit 2012 vom bayerischen Schweinfurt aus eine Handballschule, organisiert Camps für die Nachwuchsförderung und bietet Trainerseminare an. Der ehemalige Torwart, der mit dem deutschen Team 2002 bei der Europameisterschaft in Schweden die Silbermedaille gewann, sagte spontan zu.

    Am Freitag war der letzte Tag des dreitägigen Events. Gerade hat Chrischa Hannawald, der mit seinem Trainerkollegen David Delp gekommen ist, die Gruppe der 50 Kinder und Jugendlichen zwischen acht bis 14 Jahren in drei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe stellt ihre Koordination unter Beweis und darf beim Lauf eine am Boden liegende Sprossenleiter nicht berühren. Andere dribbeln um einen Abwehrspieler herum und versuchen, ein Tor zu erzielen. Und die Jungs und Mädels der dritten Gruppe versuchen, dies zu verhindern.

   „Es macht Spaß, vor allem habe ich gelernt, mich groß zu machen, damit der andere schon etwas ängstlich ist, an mir vorbei zu kommen“, sagt die achtjährige Nele. Auch Jonathan, Schüler der 3 c der Grefrather Grundschule, ist eifrig dabei. „Körperhaltung und vor allem die Körperspannung sind sehr wichtig“, erklären die beiden Trainer. Dies trifft umso mehr auf die Torleute zu. Spontan machten in einem separaten  „Crashkurs“ am Nachmittag des zweiten Tages auch die Torleute der C-, B- und A-Jugend mit, Jan von Schwerin, Benedikt Delschen und Matz Hinz. Sascha Knümann hatte die Drei kurzerhand angerufen; kurze Zeit später waren sie zum Sondertraining da.

Die meisten Teilnehmer kamen von der Turnerschaft Grefrath, spielen in einer der fast 20 Jugendteams. Aus Waldniel war sogar der achtjährige Ian gekommen; er sagte: „Da ich gerne Handball spiele, hat meine Mutter gegoogelt, wo in den Herbstferien was los ist.“

Geschicklichkeit, Koordination, das richtige Abrollen und Dribbeln, der Teamgeist, das Passspiel und der Abschluss wurde unter anderem geübt. „Viele von uns hatten nach dem ersten Tag einen ganz schönen Muskelkater“, gaben Jan und Nick unumwunden zu. Die drei Tage begannen jeweils um 9 Uhr, gingen bis 16 Uhr. Der Förderverein hat das Mittagessen gesponset.

Sascha Knümann, selbst Trainer der A-Jugend ist, war mit dem Ablauf sehr zufrieden. Er ist erst seit Mai der neue Jugendwart und kommentiert: „Das ist schon stark, dass sich die Jungs und Mädels aus den verschiedenen Mannschaften auch unter einander gut verstehen und dass es viele Eltern gibt, die ihre Kinder bei der Ausübung dieses Sports unterstützen.“