Grefrather Bürgermeister sieht keine Nachteile für Oedt

Nach Schließung der Servicestelle : Lommetz: Pflegestützpunkt soll Verbesserung für Oedt sein

Bürgermeister bezog Stellung zur Schließung der Servicestelle.

Bürgermeister Manfred Lommetz nutzte am Freitag die Gelegenheit der Vorstellung des „Üdsche Heimatblättsche“, um bei den Oedtern für seine Entscheidung zur Schließung des Bürgerservice im Oedter Rathaus um Verständnis zu werben. Zum 1. Februar werde diese Anlaufstelle geschlossen, die Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung, die dort bisher Ansprechpartnerin war, übernimmt eine andere Aufgabe. Diese Entscheidung habe er als Chef der Verwaltung allein zu fällen gehabt, betonte Lommetz das, was er schon am Montagabend in der Sitzung des Gemeinderates gesagt hatte (die WZ berichtete). Von der Politik hatte es an diesem „Alleingang“ allerdings Kritik gegeben.

Er sei sich bewusst, dass nun viele denken, dass „mal wieder“ der Ortsteil Oedt leiden müsse, so Lommetz. Aber dem sei nicht so. Vielmehr sei der Pflegestützpunkt mit Wohnberatung, der dann in den Räumen ansässig sein wird, ein Gewinn für Oedt – besonders mit Blick auf den demografischen Wandel.

Neben der Pflegeberatung, die bisher im Grefrather Rathaus zu finden ist und unter anderem zu Themen wie Pflegeversicherung, Tagespflege oder hauswirtschaftliche Hilfen informiert, gibt es auch eine spezielle Wohnraumberatung für Senioren. Sie soll helfen, dass ältere Menschen in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld bleiben können. Im Rahmen eines kreisweiten Projektes übernimmt eine Mitarbeiterin der Stadt Kempen diese Aufgabe für die Gemeinde Grefrath bisher. Zukünftig soll beides dann in Oedt zu finden sein.

Anlaufstelle, um Unterlagen abzugeben, ist in Oedt geplant

Jüngst hätte eine Organisationsuntersuchung gezeigt, dass die Servicestelle in Oedt zu wenig genutzt werde. Da man nun neue teure Drucker hätte anschaffen müssen, habe er dies zum Anlass für die Entscheidung zur Schließung genommen, so Lommetz. Der Bürgermeister sagte aber auch zu, dass man für behinderte Menschen einen Service anbieten werde, dass Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung diese zu Hause besuchen würde. Auch will die Gemeinde in Oedt die Möglichkeit eröffnen, dort Papiere abgeben zu können, die dann ins Grefrather Rathaus weitergeleitet werden.

Dass der Haushalt der Gemeinde so gut dastehe, begründete Lommetz mit den guten Gewinnen der Gemeindewerke, aber auch mit der Tatsache, dass er die Verwaltung bereits verkleinert habe und 13 Vollzeitstellen eingespart habe. An diesem Kurs wolle er auch in Zukunft festhalten. Auch dies habe zum Aus für Oedter Servicestelle geführt.

Und Lommetz brachte eine weitere Ankündigung für Oedt mit – allerdings weniger als Bürgermeister, als vielmehr als Vertreter der Kulturinitiative KinG. Im Frühjahr will man ein Event mit „Musik auf allen Ebenen“ auf und um die Burg Uda herum starten. Im Januar soll es dazu ein Treffen mit dem Heimatverein geben.

Einen Bericht über die neueste Ausgabe des „Üdsche Heimatblättsche“ – den eigentlichen Anlass des Termins am Freitag im Oedter Rathaus – lesen Sie voraussichtlich in der Montagsausgabe der WZ.

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