Klimaschutz in Grefrath Grefrather Umweltausschuss kommt doch zu Ergebnissen

Grefrath · Die Politik debattierte Anträge der Grünen zur CO2-neutralen Verwaltung und zeigte Einstimmigkeit.

 Kann die Gemeinde Grefrath auf Ökostrom umstellen? Die Verwaltung soll die Kosten prüfen.

Kann die Gemeinde Grefrath auf Ökostrom umstellen? Die Verwaltung soll die Kosten prüfen.

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

(ure) Während der vorangegangenen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Mobilität am 20. Februar war die Debatte zu einem Sammelantrag der Fraktion der Grünen abgebrochen und auf die folgende Sitzung vertagt worden. Die Vertagung hatte damals noch Norbert Hegger (CDU, legte sein Ratsmandat am 31. März nieder) beantragt.

Die Grünen hatten sinngemäß mehrere Anträge formuliert, die letztlich den Weg zu einer Treibhausgas (THG)-neutralen Verwaltung sowohl beschreiben als auch ebnen sollte. Die Sitzung am 20. Februar gestaltete sich auch deshalb als zäh, weil zu insgesamt fünf Teilanträgen alternative Beschlussvorschläge vorlagen.

Nun wurden die einzelnen Anträge jeweils in einem eigenen Tagesordnungspunkt formuliert. Da half sowohl den politischen Vertretern als auch der Verwaltung, um zu einer sachlichen und konstruktiven Debatte zu gelangen. Auch dieses Mal wurden alternative Beschlussvorschläge vorgelegt, die Ausschussvorsitzende Heidrun Jäger (Grüne) führte dennoch zielorientiert durch die Sitzung. Grundsätzlich hatten die Grünen beantragt, einen Fahrplan für die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Integrierten Klimaschutzkonzeptes zu formulieren – zu allererst, um die Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles zu erreichen, aber auch, um eine CO2-neutrale Gemeindeverwaltung zu installieren.

Einige Beispiele: Ursprünglich hatten die Grünen gefordert, alle Verträge auf den Bezug von Strom und Gas vollständig auf nachhaltige Ökostrom- und Ökogas-Tarife umzustellen. Nun wurde beschlossen, dass die Verwaltung eine entsprechende Umstellung zu prüfen habe. Die Verwaltung führte an, dass die Umstellung auf Ökostrom erstens höhere Kosten für die Kommune bedeute, andererseits sich auch nicht positiv auf die THG-Bilanz auswirke. Fachbereichsleiter Norbert Enger führte auf Nachfrage von Doris Friemelt (SPD) aus, dass geschätzt etwa 15 000 Euro Mehrkosten jährlich zu berücksichtigen wären. Außerdem werde Ökogas in Grefrath gar nicht angeboten.

Dass bei Neuanschaffungen von Fahrzeugen CO2-neutrale Varianten zu bevorzugen seien, das führte die Verwaltung in ihrer Stellungnahme als bereits erledigt aus. Nun wurde es durch die Beschluss quasi in Stein gemeißelt, dass eine Prüfung zu diesem Sachverhalt erfolgen muss. Ebenso einstimmig – wie übrigens bei allen Tagesordnungspunkten – wurde nach ausführlicher Debatte beschlossen, dass die Verwaltung im jährlichen Rhythmus über bisherige Entwicklungen und Ergebnisse berichten soll – auch als Informationsquelle für die Bürgerschaft.

Weitere Informationen sind im Ratsinformationssystem zu finden unter ris.grefrath.de.

(ure)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort