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Grefrath: Stefan Schumeckers gewinnt knapp gegen Jens Ernesti

Stichwahl in Grefrath : Stefan Schumeckers gewinnt mit 161 Stimmen Vorsprung

Der CDU-Kandidat wird neuer Bürgermeister der Gemeinde Grefrath. Jens Ernesti will nun erst einmal durchatmen.

. Knapp war es – aber die große Überraschung ist am Sonntagabend ausgeblieben. Bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt der Gemeinde setzte sich CDU-Kandidat Stefan Schumeckers mit 51,3 Prozent der Stimmen durch. Schumeckers hatte bereits bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen mit 44,9 Prozent deutlich vor dem zweitplatzierten Jens Ernesti mit 33 Prozent gelegen.

Ernesti, der zwar Mitglied der Grünen ist aber als überparteilicher Kandidat mit Unterstützung von SPD, Grünen, GOVM und FDP in die Stichwahl ging, konnte am Sonntag 48,7 Prozent der Wähler von sich überzeugen. Während der Stimmauszählung hatte Ernesti lange vor seinem Konkurrenten gelegen. Besonders viele Stimmen bekam er in Oedt, hier lag er in einem Stimmbezirk sogar über 60 Prozent. Erst die letzten drei von insgesamt 16 Stimmbezirken brachten die Wende zugunsten von Stefan Schumeckers. Am Ende entscheid Letzterer mit 161 Stimmen Unterschied die Stichwahl für sich.

Ernesti ließ offen, ob er
Wirtschaftsförderer bleibt

„Man ist erstmal niedergeschlagen“, sagte Jens Ernesti, nachdem das Ergebnis am Sonntagabend feststand. Da mache es im Grunde auch keinen Unterschied, ob man knapp oder deutlich verloren hat. „Ich beglückwünsche Stefan Schumeckers und wünsche ihm viel Glück als Bürgermeister – das steht jetzt im Vordergrund“, so der Wahlverlierer.

Ob er sich vorstellen kann, weiterhin Wirtschaftsförderer in Grefrath zu bleiben, dazu wollte er sich am Sonntagabend nicht äußern. „Mit einem ganz kleinen Team haben wir alles gegeben. Nun ist es erst einmal Zeit, zur Ruhe zu kommen und das Ganze Revue passieren zu lassen“, sagte Ernesti.

Was in den kommenden Tagen anliegt, das wusste Wahlsieger Stefan Schumeckers am Sonntagabend auch noch nicht. Er äußerte sich überwältigt von dem Ergebnis: „Ich bin sehr überrascht. Ich wusste, dass es knapp werden würde, aber in den vergangenen 14 Tagen hatte ich nicht mehr damit gerechnet, dass ich tatsächlich Bürgermeister werde. Ich hatte die Parteien und auch die Wählergemeinschaft nicht auf meiner Seite. Als ich aber dann neben dem Bürgermeister auf der Bühne stand, gingen die Emotionen mit mir durch.“ Zunächst gelte es erst einmal, zu feiern, „mit Freunden und Bekannten auf der Bügelbahn auf meinem Hof“, so Schumeckers.

In Mülhausen Wahlbeteiligung
bei mehr als 90 Prozent

Das Interesse an der Wahl war – wie bereits bei der Kommunalwahl am 13. September – recht hoch. Vor zwei Wochen machten insgesamt 57,5 Prozent der Wahlberechtigten in Grefrath ihr Kreuzchen. Bei der Stichwahl waren es immerhin 49,6 Prozent. Gesondert zu erwähnen ist an dieser Stelle der Stimmbezirk Liebfrauenschule Mülhausen, in dem 92,5 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl gingen.

Die CDU ist damit nicht nur deutlich stärkste Kraft im neuen Gemeinderat mit 43,4 Prozent vor der SPD mit 17,3 Prozent. Sie stellt auch den neuen Bürgermeister und Nachfolger des parteilosen Manfred Lommetz.