Grefrath: Rückschlag für den neuen Alleen-Radweg

Grefrath: Rückschlag für den neuen Alleen-Radweg

Für die geplante Verbindung zwischen Grefrath und Kaldenkirchen tauchen finanzielle Probleme auf.

Grefrath/Nettetal. Die Fertigstellung des Alleen-Radweges auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Kaldenkirchen und Grefrath im nächsten Jahr ist gefährdet. Der Grund: Der Großteil der Landeszuschüsse soll frühestens 2013 fließen, so die Düsseldorfer Bezirksregierung. Und das, obwohl die Landesregierung die Zuschüsse schon zugesagt hat. Bekannt wurde dies in der jüngsten Sitzung des Nettetaler Stadtrates.

Eigentlich sollte im Rat der Grundstückskauf beschlossen werden. Doch Bürgermeister Christian Wagner überraschte mit der Mitteilung, dass die Finanzierung (noch) nicht gesichert ist. Zwar würde laut Bewilligungsbescheid 2009 die erste Rate von 300 000Euro fließen. Doch mit dem dicksten Batzen (1,3 Millionen Euro) sei frühestens 2013 zu rechnen. Und die Stadt sei nicht in der Lage, das Zwei-Millionen-Euro-Projekt vorzufinanzieren. Wagner regte an, mit der ersten Rate den Grunderwerb zu finanzieren.

Marcus Optendrenk (CDU) zeigte sich optimistisch: "Möglicherweise fließen aufgrund von Rückflüssen aus anderen oder nicht beanspruchten Maßnahmen Mittel, die dann in Nettetal verwendet werden können." Auch könne man auf Konjunkturfördermittel hoffen.

Gegen den Vorschlag, die alte Bahntrasse schon einmal freizuschneiden, waren die Grünen. Andrea Brönner: "Was passiert, wenn die restlichen 1,3 Millionen Euro nicht fließen?" Dass der Freischnitt im Winter notwendig sei, weil während der Brutzeit nicht geschnitten werden dürfe, ließ Brönner nicht gelten: "Das Schneideverbot gilt nur vom 1.März bis 30.September."

Brönner forderte Alternativen für die Verwendung der ersten Rate: "Zum Beispiel sollte man schon Bäume pflanzen für den Alleen-Radweg." Das sei technisch und praktisch nicht möglich, sagte die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche: "Der Unterbau besteht größtenteils aus Schotter. Der muss vor der Baumpflanzung weggeschafft werden." Zudem müsse erst der Weg mit Maschinen angelegt werden. Bäume würden deren Einsatz stark einschränken. Fritzsche: "Bäume pflanzt man vernünftigerweise zu allerletzt."

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