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Grefrath: Personeller Umbau der Verwaltung geht weiter

Personal : Grefrath: Personeller Umbau der Verwaltung geht weiter

Statt Amts- gibt es Fachbereichsleiter. Eine Stelle für Ordnung und Soziales ist nun ausgeschrieben.

Der Umbau der Verwaltung im Grefrather Rathaus geht weiter. Nun bietet die bevorstehende Pensionierung von Ordnungsamtsleiter Norbert Franken eine Gelegenheit für einen weiteren Umbau, den auch die Organisationsuntersuchung der Firma „Allevo Kommunalberatung“ empfohlen hatte.

Statt fünf Amtsleitern – Hauptamt, Sozialamt, Ordnungsamt, Kämmerei, Bauamt – gibt es in Zukunft drei Fachbereichsleiter in der Grefrather Gemeindeverwaltung: Kämmerei und Hauptamt, Ordnung und Soziales sowie Bauen. „So ermöglichen wir eine bessere Bezahlung und können auch hoffentlich höher qualifizierte Leute für die Posten gewinnen“, so Bürgermeister Manfred Lommetz.

Ordnungsamtsleiter Franken geht im Juni 2020 in den Ruhestand

Je nach Qualifikation werden Fachbereichsleiter nach den Gehaltsstufen A 13 oder A 14 bezahlt. Ausgeschrieben ist aktuell eine Stelle als Fachbereichsleiter für den Fachbereich 2 mit den Aufgabenschwerpunkten Ordnung und Soziales. 23 Mitarbeiter gehören in diesen Bereich. Der Fachbereich wurde neu gebildet. Bisher gab es zwei Amtsleiter: einen für das Ordnungsamt und einen für das Sozialamt. Ordnungsamtsleiter Franken geht im Juni 2020 in den Ruhestand. Sozialamtsleiter ist zurzeit Volkmar Josten (59).

Zu den Kernaufgaben gehören Führung und Organisation des Fachbereichs, öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bürgerservice, Feuer-/Zivilschutz, soziale Angelegenheiten, Jugendangelegenheiten, Schul- und Sportverwaltung. „Die gesuchte Fachkraft hat damit die attraktive Gelegenheit, diese neue Organisationseinheit maßgebend mit zu gestalten“, heißt es in der Stellenausschreibung.

Ganz statisch sei das System noch nicht. Je nachdem, wer sich für die Stelle qualifiziert, könne man noch bestimmte Themenfelder aufteilen, so Bürgermeister Lommetz.

Leiter des Fachbereichs 1 ist Andre Middelberg. Dieser hatte im Februar die Nachfolge von Kämmerer Wolfgang Rive angetreten. Neben den Finanzen gehören zu seinen Aufgaben nun das Schulverwaltungsamt, der Bereich Zentrale Dienste, wie Technik und EDV, sowie die Verantwortung für das Personal.

Seit seinem Amtsantritt vor zehn Jahren arbeitet Bürgermeister Manfred Lommetz daran, die Gemeindeverwaltung umzustrukturieren. Zwölf Stellen hat er bereits einsparen können. Freigewordene Stellen wurden teils nicht wieder besetzt. Nun sei man aber auch an einer Grenze angekommen. Für bestimmte Aufgaben müssten auch wieder Stellen geschaffen werden. Beim Besuch der NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer berichtete Lommetz, dass man mehr Schulsekretärinnen habe einstellen müssen. Allein Schülern hinterher zu telefonieren, die morgens nicht zum Unterricht erscheinen, würde viel Zeit in Anspruch nehmen.

Auch für einen weiteren Sozialarbeiter wurde eine Stelle geschaffen. Auf Dauer müsse man auch über Verstärkung reden, um Förderprojekte umsetzen zu können. So habe man Anträge für die Förderung der Sanierung des Eisstadions oder des millionenschweren Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts für Oedt (ISEK) bisher mit dem vorhandenen Personal gestemmt.

Damit stoße man aber an Grenzen. Zurzeit arbeiten bei der Gemeinde Grefrath 92 Mitarbeiter, vier Auszubildende und zwölf Beamte. Das entspricht rund 90 Vollzeitstellen.