Grefrath: Neues vom Niers-Flüsterer : Weihnachtsmarkt-Zukunft soll romantisch bleiben

„Open Mind“ ist mit seinem letzten Event im Freilichtmuseum zufrieden. Außerdem im Niers-Geflüster: Oedter haben sich mit ihrer Heimat befasst, Märchenlesung und Musical für Kinder.

16 000 Besucher am ersten und 13 000 Besucher am zweiten Adventswochenende. Das ist die Bilanz, die Anke Peters von „Open Mind“ für den Romantischen Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum zieht. Vor 14 Jahren kam der Wuppertaler Veranstalter zum ersten Mal mit seinem Weihnachtsmarkt mit Feuerschau, Kunsthandwerk und Kulinarischem nach Grefrath. In diesem Jahr war es das letzte Mal (die WZ berichtete). Es sei keine leichte Entscheidung gewesen, sagt Peters. Der Abbau in Grefrath mit dem direkt anschließenden Aufbau in Solingen-Gräfrath, wo der Markt identisch stattfindet, seien „die drei stressigsten Tage im Jahr“ für sie und die Mitarbeiter gewesen. Zudem hätte Solingen angefragt, ob nicht an allen Adventswochenenden der Markt stattfinden könnte. Dazu sei in Grefrath das erste Wochenende immer ein schwieriges gewesen, da es in Konkurrenz zu Holiday on Ice im Eisstadion stünde. Das habe zusätzliche Kosten und Energie sowie Besucher gekostet.

Gratenleben bleibt in Grefrath

Bei der Nachfolgersuche sei man auf die Eventagentur Gaudium aus Duisburg gestoßen. Die große Erfahrung im Bereich Mittelaltermarkt, aber auch mit ähnlichen Events wie dem Romantischen Weihnachtsmarkt sprächen für Gaudium, so Anke Peters. Der Vorschlag sei vom Kreis Viersen als Hausherrn des Freilichtmuseums angenommen worden. Dass Gaudium vor ein paar Jahren in Kempen die Verantwortung für die Weihnachtsmärkte hatte, weiß Peters. Dass Gaudium aber den Auftrag wieder verloren hatte, weil der Werbering und die Stadt Kempen unzufrieden mit der Ausführung waren, nicht. Peters: „Wir haben mit Gaudium besprochen, dass alles so bleibt, wie es bisher war.“ Sie habe nur vorgeschlagen, auf das 2. und 3. Adventswochenende zu gehen. Das sei auch angenommen worden. „Doch, wie wir erst vor kurzem erfahren haben, kommt Holiday im nächsten Jahr zum zweiten Adventswochenende nach Grefrath“, sagt Peters. Insofern bleibe es bei der Konkurrenz-Situation. So ganz ist „Open Mind“ jedoch noch nicht aus der Niersgemeinde weg: Denn die Gartenleben-Ausstellung bleibt. Sie ist im nächsten Jahr vom 30. Mai bis 1. Juni zu sehen.

Viele Beiträge fürs „Blättsche“

Der Heimatverein Oedt bringt am Ende des Jahres das „Üdsche Heimatblättsche 2020“ heraus. Offiziell wird es am Montag, 16. Dezember, um 11 Uhr im Oedter Rathaus, Johannes-Girmes-Straße 22, vorgestellt. Doch dem Niers-Flüsterer hat Vorsitzender Karl A. Willmen schon mal einen kleinen Einblick in das 224 Seiten umfassende Werk gebeben. In der 15. Ausgabe gibt es wieder eine Reihe von Autoren, die sich unterschiedlichsten Themen gewidmet haben. Neben einem Rückblick auf das noch laufende und einem Ausblick auf das bald beginnende Jahr, geht es im Heimatblättsche beispielsweise auch um Flora und Fauna. Wie den Kiebitz oder das Gänseblümchen. Mit beiden hat sich Edeltraud Spee beschäftigt. Und Ferdi Giehlen hat sich den Kartoffelkäfer vorgenommen. Karl A. Willmen hat einen Blick in die Pfarrchronik der evangelischen und katholischen Kirche geworfen. Theo Küppers hat Zeitzeugenberichte aus dem Jahr 1944 zusammengestellt und Bernd Steinweg wirft einen Blick zurück auf Oedt im 2. Weltkrieg. Und noch ein paar Beispiele, denn zu viel soll noch nicht verraten werden, Hanni Hütter hat sich mit der Girmes-Uhr beschäftigt und Ferdi Giehlen mit dem Oedter „Salonorchester“.  Insgesamt gibt es 16 Beiträge von neun Autoren. Doch mehr dazu wird zu einem späteren Zeitpunkt in der WZ zu lesen sein.

Geschichten von „Quatschefix“

Zum Ende des Jahres denkt der Oedter Heimatverein jedoch nicht nur an die Erwachsenen, sondern auch an die Kinder. Für die liest Uschi Bolten am heutigen Mittwoch (ausverkauft) als Gänseliesel ein Märchen vom kleinen Teufel „Quatschefix“ vor. Weil die Märchenstunde in der Burg Uda so beliebt ist, gibt es eine zweite am Mittwoch 18. Dezember, um 15 Uhr. „An den Tagen werden die Burg und der Platz stimmungsvoll beleuchtet. Und es gibt Überraschungen für die Kinder“, verrät Karl A. Willmen, der Anmeldungen für die Veranstaltung unter Tel. 02158/6315 entgegennimmt.

Neuer Chorleiter für den MGV

Der Männergesangverein Vinkrath 1925 hatte es sich jetzt in der Gaststätte zum Nordkanal mit Kaffee, selbstgebackenen Kuchen und einem unterhaltsamen, weihnachtlichen Programm gemütlich gemacht. Auch ein Abendessen wurde gemeinsam genossen und so das Jahr stimmungsvoll abgeschlossen. Traditionell gehören bei den Vinkrather Sängern dann auch Ehrungen dazu. So wurden wurden Jürgen Becker und Uli Zanders durch den Vorsitzenden des Chorverbands linker Niederrhein, Hans-Theo Ohlenforst, für 40 Jahre Mitgliedschaft im Chorverband NRW geehrt. Für langjähriges Singen beim MGV Vinkrath bedankte sich der 1. Vorsitzende Klaus Buckenhüskes bei Rolf Mohr und Uli Zanders (für 40 Jahre) und Fred Tophofen (30). Dem fördernden Mitglied Hans Schönmackers wurde vom 2. Kassierer, Herbert Küsters, der Dank für 50 Jahre Mitgliedschaft und großzügiger Unterstützung ausgesprochen.  Und eine Veränderung in der Chorleitung gibt der MGV zum Ende des Jahres bekannt: Christian Wilke hat das Amt übernommen. Der Diplom-Musikpädagoge leitet auch den Frauenchor 1935 Oedt – und das schon seit 2007.

Bibi Blocksberg kommt

Bibi Blocksberg braucht kein Navi, um den Weg nach Grefrath zu finden. Sie sagt einfach „hex, hex“ und schon steht sie auf der Bühne im Eisstadion. Es sei denn, es ist ein Tag, an dem nichts gelingt, wie in „Alles wie verhext“. So heißt das neue Musical von Deutschlands beliebtester kleinen Hexe, zu sehen am Sonntag, 6. April, in zwei Shows. Und das ist die Geschichte: Schon morgens herrscht im Hause Blocksberg einen Riesenwirbel und auch in der Schule will Bibi nichts gelingen. Abends ist dann auch noch Walpurgisnacht auf dem Blocksberg. Dieses Jahr sollen dort Bibi und Barbara Blocksberg zusammen mit Oma Grete das große Hexenfeuer entfachen. Aber was wird Walpurgia, die Vorsitzende des Hexenrates bloß dazu sagen, wenn dort auch alles schiefläuft? Die kleinen und großen Hexen-Fans im Saal dürfen Bibi, ihrer Mutter und ihrer Oma dabei helfen, dass der Tag doch noch gut endet. Denn beim Musical ist Mitmachen erwünscht – gerne auch verkleidet. Das Musical ist für Kinder ab drei Jahren geeignet. Die erste Show ist um 13 und die zweite um 16 Uhr. Der Vorverkauf hat begonnen. Tickets für die beiden Vorstellungen im April gibt es in drei Preiskategorien zwischen 22,90 Euro und 14,80 Euro unter Tel. 02158/918935, im Eisstadion, Stadionstraße 161, oder online unter:

eisstadion.de