Grefrath: Neue Bebauung an der Schaphauser Straße

Grefrath : Schaphauser Straße: Neubaugebiet mit 28 Wohneinheiten

Im Planungsausschuss wurden Baumöglichkeiten in Grefrath, Oedt und Vinkrath beraten.

Die Planungen für neue Baumöglichkeiten in der Gemeinde Grefrath gehen weiter. Im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss wurden nun die ersten Pläne für das Neubaugebiet Schaphauser Straße auf der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche vorgestellt. Im Mai hatte der Gemeinderat beschlossen, dort neben Einfamilien- und Doppelhäusern auch eine Fläche für eine Kindertagesstätte vorzusehen.Nun hatte das Ingenieurbüro HJP einen Vorentwurf der Bebauungsplanänderung entwickelt, die Bauamtsleiter Norbert Enger der Politik vorstellte.

Auf dem ersten Entwurf sind 28 Wohneinheiten verzeichnet. Die Grundstücksgröße soll zwischen 450 und 680 Quadratmetern liegen. Vorgärten sollen nicht versiegelt, die Dächer begrünt werden. Die Häuser im westlichen Bereich – also nahe der L 39 – sollen mit Flachdächern versehen werden, die Häuser im östlichen im Bereich mit Pultdächern. „Wir haben sehr viele Anfragen für Flachdächer“, so Bauamtsleiter Norbert Enger. Daher wolle man diese Baukonstruktion dort ermöglichen.

Noch unklar ist, an welcher Stelle die Kindertagesstätte angesiedelt werden soll. In diesem Vorentwurf wurde die Westseite des Baugebietes vorgeschlagen, um die Besucherstellplätze des Friedhofes dort für Bring- und Holverkehr der Kita nutzen zu können. Sympathien gab es aber auch für den Standort an der südöstlichen Ecke, um eine direktere Anbindung der Kita an den Ortskern sowie an die angrenzende Friedhofsfläche zu ermöglichen.

Der Entwurf der Flächennutzungsplanänderung, die parallel durchgeführt werden muss, wurde bereits der Bezirksregierung vorgelegt und wird dort zurzeit geprüft. Die Signale seien aber bereits positiv gewesen, so Enger. Zugestimmt wurde dem Entwurf bei fünf Enthaltungen der SPD. Diese hatten sich zusammen mit Grünen und FDP in der Ratssitzung zuvor für Geschoss- oder Mietwohnungsbau im geplanten Neubaugebiet stark gemacht, aber keine Mehrheit erhalten.

Jetzt, da der Ausschuss zugestimmt hat, werden die Behörden sowie die Öffentlichkeit beteiligt. Unmittelbar betroffene Grundstückseigentümer der Straßen „Im grünen Winkel“ sowie „Gewerbepark Wasserwerk“ sollen durch persönliche Anschreiben über die Planungen informiert werden.

Einig war man sich in der Grefrather Politik, dass man im Zuge des neuen Baugebietes auch den Radweg entlang der Wankumer Landstraße anpacken wolle, der dann ja auch ein Weg zur Kindertagesstätte werden wird. Der Radweg sei in einem miserablen Zustand, so die CDU-Fraktionsvorsitzende Wilma Hübecker.

Grünes Licht gab es für den neuen Bebauungsplan Südstraße. Hinter den Häusern Johann-Fruhen-Straße 11 bis 17 sollen zwei bis drei altenrechte Wohnhäuser gebaut werden. Die SPD betonte noch einmal, dass dies eine Ausnahme bleiben soll. Ein Grundsatzbeschluss besagt, dass die Gemeinde Grefrath Bebauungspläne für die Schaffung zusätzlichen Wohnraums vorrangig nur noch für die Flächen aufstellt, die sich im Eigentum der Gemeinde befinden. Ausgenommen seien Einzelgrundstücke, die der Baulückenschließung dienen. Im Grundsatz will man daran auch weiterhin festhalten.

Mit Blick auf diesen Grundsatzbeschluss wollte SPD-Fraktionschef Bernd Bedronka auch einen Antrag von Vinkrather Grundstücksbesitzern auf Schaffung von Baurecht auf einem Areal hinter den Häusern Dorfstraße 82 bis 88b ablehnen. Dort könnten drei bis sechs Einfamilien- oder Doppelhaushälften entstehen. Die CDU meldete Beratungsbedarf mit Blick auf mögliche Emissionen durch die landwirtschaftlichen Betriebe dort an. Die Entscheidung wurde vertagt.

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