Messe „Gartenleben“ in Grefrath Blühende Vielfalt für Garten-Liebhaber

Grefrath · Die Messe „Gartenleben“ lockt über Pfingsten ins Niederrheinische Freilichtmuseum in Grefrath. Rund 100 Händler und Aussteller bieten nicht nur Pflanzen wie Stauden und Kräuter, sondern auch Saatgut und allerhand Dekoratives.

 Für die Gestaltung des heimischen Staudenbeets boten die Händler in Grefrath etliche Möglichkeiten.

Für die Gestaltung des heimischen Staudenbeets boten die Händler in Grefrath etliche Möglichkeiten.

Foto: Norbert Prümen

„Es ist das Ambiente des Museums, das einfach die perfekte Kulisse für die bunte Ausstellervielfalt bietet. Ich komme seit Jahren und bin immer wieder begeistert“, sagt Melanie Kamps. Diese Kombination begeistert viele Besucher, die schon am Samstagmorgen kurz nach der Eröffnung über das Gelände des Niederrheinischen Freilichtmuseums in Grefrath bummeln. Für die Messe „Gartenleben“ über Pfingsten haben dort etliche Händler ihre Stände aufgebaut.

Wer auf der Suche nach ausgefallenen, witzigen oder nützlichen Dingen für Garten, Haus und Heim ist oder sich selbst etwas Schönes in Form von Schmuck oder Bekleidung gönnen möchte, der wird auf dem Museumsgelände fündig. Rund 100 Händler und Aussteller haben sich eingefunden und präsentieren eine bunte Mischung von Produkten.

Auch außergewöhnliche Wildbienenhotels wurden in Grefrath angeboten.

Auch außergewöhnliche Wildbienenhotels wurden in Grefrath angeboten.

Foto: Norbert Prümen

Den Besuchern läuft das Wasser im Mund zusammen

Bei „Malleks’s Gourmetträume“ läuft den Besuchern das Wasser im Munde zusammen: Die verschiedenen Nugatsorten, angefangen von der Rosenvariante bis hin zum französischen Nugat sowie Cannoli, französische Kokosmakronen und italienisches Mandelgebäck locken. Wie die Nugatsorten schmecken, kann direkt getestet werden. Auf einem Holzbrettchen liegen kleine Stückchen bereit. „Den Calisson gibt es nur bei uns oder in Frankreich“, hebt Asiye hervor, die zusammen mit Ferruh nicht nur die Köstlichkeiten verkauft, sondern auch ausführlich darüber informiert. Wobei beiden besonders wichtig ist zu erklären, dass bei ihren Produkten kein Zucker, sondern Honig verwendet wird.

„So was Süßes habe ich noch nie gesehen“, bemerkt derweil Annegret Hucks, die am Stand des Ateliers Bedazzled stehen geblieben ist. Was sie so begeistert, sind die getöpferten Vogeltränken. Es sind nicht einfach nur farbige Schalen. Es gibt Exemplare, die am Rand eine kleine Häuserzeile tragen, von der aus ein Mini-Steg ins Wasser reicht. Auf anderen tummeln sich putzige Igel. Die getöpferten Vogelhäuser begeistern ebenso, zumal sie Hingucker wie einen Specht aus Ton oder einen kleinen Vogel, im Schnabel ein Würmchen hängend, tragen. Das seien allerliebste Details, sagt Hucks, was Ellen Meijer, die hinter den handgearbeiteten Werken steht, ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Aber auch die Kombination aus Holz- und Metallkunst, die Mark Meijer zeigt, kommt bestens an.

Am Stand von Mr. Shoe Shine ist herzliches Lachen zu hören. Dafür sorgt Frank Richter, der mit witzigen Kommentaren um die Schuhe der Besucher wirbt. „Es färbt nicht, es schmiert nicht, aber es sorgt für Pflege und Nahrung. Und es imprägniert“, preist er die aus Jojoba-, Aloevera- und Avocadoöl bestehende Pflege an. Wer seinen Fuß auf die Holzbank vor seinem Platz setzt, der staunt: Lederschuhe glänzen wie neu. Zum Abschluss führt Richter immer noch den Wassertest durch, wobei das Wasser an den nunmehr mit der Creme gepflegten Schuhen abperlt.

Münchner Designer entwirft Schmuck aus Beton

Für Staunen sorgt auch Felix Ottke. Der Münchener setzt ein ungewöhnliches Material für Schmuck ein – und zwar Beton. „Mit Beton assoziieren wir schwer, nass und kalt. Das stimmt aber nicht. Beton ist leicht und filigran“, sagt Ottke von Betonell. Das eingefärbte Material, was er in eigens hergestellte Silikonformen gießt, bezaubert. Auch Goldglitter und Muschelkalk kommen dabei zum Einsatz und sorgen für Hingucker im Beton. Aus grau und groß werde farbig und klein, bemerkt er lächelnd.

Bei Naturkönig-Saatgut ist indes der Samen der Wegwarte eindeutig der Renner. „Die Menschen lieben das Blau dieser Pflanze. Dazu ist sie absolut insektenfreundlich“, sagt Birgit König. 500 verschiedene Saatgutsorten von heimischen Wildblumen, Tomaten und Gemüse hat sie, sorgfältig in kleinen Tütchen abgepackt, im Gepäck. Wobei die Korschenbroicherin den Unentschlossen gerne auch den Natternkopf, die Wilde Karde und Disteln empfiehlt, wenn es besonders insektenfreundlich zugehen soll.

In der Hofanlage Hagen bestimmt sanftes Plätschern die Geräuschkulisse. Über Kugeln und elegante Säulen, inmitten von unendlich vielen Pflanzen, rinnt das Wasser in die Brunnen. Der Hingucker ist dabei eine gigantische Weltkugel, die ebenfalls ein Brunnen ist. „Dafür wurde eine spezielle Folie bedruckt und in Form von Streifen auf die Kugeln geklebt“, erklärt Monika Tebarts von der Bludex GmbH aus Kevelaer.

Bernhard Brücker hat eine ebenso schöne Gartenwelt mitgebracht: Mit Hecke, Beeten, Wegen und Sitzecken zeigt der Grefrather Garten- und Landschaftsbaumeister, wie ein Garten gestaltet werden kann. Für gute Laune sorgt Günter van Sambeck mit seinen „Kraejen“. „Zu den Krähen sind jetzt auch die Raben gekommen“, erzählt der Krefelder der Kraejen-Manufaktur, in der Karten und unterschiedlichste Papeterieartikel entstehen. Da gibt es die Raben, die frech auf einem VW-Käfer sitzen, ebenso wie die beiden, die auf Weingläsern balancieren und alles Gute zur Hochzeit wünschen. Die witzigen Karten, Blöcke und Mousepads kommen bestens an.

„Mit etwas mehr Kraft rollen“, ermuntert Dagmar Jessner die achtjährige Luise, die eine Filzkugel auf dem Handtuch hin und her rollt. Immer wieder geht es dabei mit den Händen in die Wasserschüssel mit der Seifenlauge. „Ich mache die Raupe Nimmersatt“, verkündet Luise, während die ihr gegenüberstehende Charlotte einen Bücherwurm in Regenbogenfarben filzt. Die alte Miertz-Kate ist fest in der Hand der Filzer. Jessner von Faszination Filz aus Wuppertal lädt nicht nur die jungen Besucher ein, sich einmal im Filzen zu versuchen. Eins ist klar: Die Aussteller sorgen für Abwechslung und Unterhaltung.

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