Geschichten von der „Gänseliesel“ Märchenstunde in der Burg Uda begeistert Kinder im Advent

Oedt · Mit einer Märchenstunde in der Burg Uda begeisterte der Heimatverein Oedt die jungen Zuhörer. Am 13. und 14. Dezember erzählt „Gänseliesel“ Uschi Bolten wieder von Anne und Ritter Alexander.

 Die „Gänseliesel“ Uschi Bolten, hier mit der Handpuppe Jule, erzählt den Kindern im Trauzimmer der Burg verschiedene Märchen.

Die „Gänseliesel“ Uschi Bolten, hier mit der Handpuppe Jule, erzählt den Kindern im Trauzimmer der Burg verschiedene Märchen.

Foto: Norbert Prümen

(tre) Im Licht der brennenden Fackeltöpfe steht Uschi Bolten vor dem Turm der Burg Uda und ist dicht umringt: Die Vorschulkinder der DRK-Kita „An der Burg“ wollen alle einmal die große Plüschgans streicheln, die sie auf dem Arm hält. Die Plüschgans ist eine Handpuppe. „Wie heißt die Gans?“, möchte Liselotte wissen. „Jule“, sagt Bolten, die ein mittelalterliches Leinenkleid trägt, sich den Kindern als „Gänseliesel von Oedt“ vorgestellt hat und schon verraten hat, dass Gänse in ihrer Geschichte, die sie gleich vortragen wird, eine wichtige Rolle spielen.

Der Heimatverein Oedt hat zu seiner traditionellen adventlichen Märchenstunde im Burgturm eingeladen. Zu den ersten Besuchern, die in den Vorlesegenuss kommen, gehören die Kita-Kinder, die von ihren Erzieherinnen Linda Mannchen und Jasmine Wefers begleitet werden. Zusammen mit Bolten und Karl Willmen, dem Vorsitzenden des Heimatvereins, geht es entlang der Fackeltöpfe zum Turmeingang, wo Niklas mit dem Ausruf „Ein Ritter!“ als Erster die im Eingangsbereich aufgebaute Ritterrüstung entdeckt.

Kindermodelle von Ritterhelmen, Schildern und Schwertern sind der nächste magische Anziehungspunkt, bevor es die Wendeltreppe hinaufgeht, bis zum Trauzimmer. Rund um den mächtigen Tisch, hinter dem Bolten samt Plüschgans Jule Platz nimmt, stehen alte Stühle mit den weichen Sitzkissen. Der Gasofen bollert, und als Willmen dann noch per Handy das Zeichen für Wolfgang Bertges im Turmeingang gibt, das Licht zu dimmen, wird es richtig gemütlich.

Die Gänse Flimm und Flumm spielen eine wichtige Rolle

Bolten beginnt mit dem, Märchen „Anne und die Schnattergänse“, das von Arnfried Bongers geschrieben wurde. Im Turmzimmer ist es mucksmäuschenstill. „Es begann vor vielen hundert Jahren hier in Oedt“, beginnt Bolten zu erzählen. Alle lauschen gebannt der angenehmen Stimmer der „Gänseliesel“, die von der Gänsemagd Anne erzählt, die dem Ritter Alexander, der auf der Burg Uda lebte, das Leben rettete.

Wobei die Gänse Flimm und Flumm eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Denn wenn der garstige Hauptmann Rote Rübe diese nicht gestohlen hätte, hätte der böse Onkel Eberhard seine Schandtat an seinem Neffen Alexander ausführen können. Auf die Frage von Bolten, ob es ihnen gefallen hätte, gibt es ein lautes „Ja“ aus der Kinderschar, jede Menge Applaus und ein herzliches Dankeschön. Es bleibt es spannend: Gemeinsam geht es nämlich bis auf Aussichtsplattform des Turmes. Und für jeden der jungen Zuhörer gibt es außerdem noch einen Weckmann und ein Pixi-Buch mit Rittergeschichte, die daheim vorgelesen werden kann.

Weitere Märchenstunden bietet der Heimatverein Oedt am Mittwoch und Donnerstag, 13. und 14. Dezember, jeweils ab 16 Uhr in der Burg Uda an. Anmeldung bei Karl Willmen, Telefon 02158 6315. Das Angebot ist kostenfrei.

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