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Grefrath: Herbst-Premiere ist geglückt

Grefrath: Herbst-Premiere ist geglückt

Veranstaltung im Ortskern wurde von den Grefrathern gut angenommen. Es gab Kunsthandwerk, Kleidung und viele Leckereien.

Grefrath. Premiere im Ortskern: Der erste Grefrather Herbstmarkt lockte die Menschen am Sonntag zu Hohe Straße und Deversdonk. Von 11 bis 18 Uhr war die City fest in Händlerhand, und Veranstalter Mustafa Baykara zeigte sich zufrieden: "Schauen Sie sich um, es ist viel los hier."

Er legt darauf Wert, dass er keinen Trödelmarkt mit Ramsch, sondern einen Markt mit allerlei Waren und Kunsthandwerk ausrichtet. Lediglich nahe der Laurentiuskirche gab es einen Bereich mit Trödelständen, wo Kinder alte Fahrräder, Reiterstiefel, Spielzeug und Kleidung verkauften.

Landwirt Manfred Kiggen vom Kastanienhof aus Mönchengladbach brachte den Herbst mit: Leuchtend gelbe und orange Kürbisse bot er an, aber auch Gänseeier, Wildspezialitäten, Äpfel und Birnen - natürlich alles frisch vom Erzeuger. Wie passend war es, dass Marlies Scholz aus Essen kam: Holunderlikör und selbstgemachte Marmeladen gab es bei ihr, da durfte auch probiert werden.

Bei seiner Arbeit ließ sich der Künstler Günter Donatz über die Schulter schauen: Der Krefelder hielt den Tuschestift in der Hand und zeichnete nach einer Fotovorlage eine typisch niederrheinische Szene, genauer die Ansicht eines alten Rheinarms unweit von Xanten. Zuerst die Konturen und die grobe Aufteilung, dann die Details. Mit spitzer Feder entsteht so in vierstündiger Arbeit ein 30 mal 20 Zentimeter großes Bild.

Apropos Winter: Sakene Irgart, Grefratherin mit kurdischen Wurzeln, war auf dem Herbstmarkt schon auf der Suche nach einer passenden Wollmütze. Aber auch Strickschals und gefütterte Handschuhe für die kalten Tage gab es zu kaufen. Kreativität war bei Irmgard Dieken gefragt: Die Mönchengladbacherin bot Keramikmalen für Kinder an.

Die vorgefertigten, weißen Motive reichten von Hund, Katze und Engel bis zu Fantasyfiguren und Leuchttürmen. Was noch fehlte, waren die passenden Farben. Die wurden mit Pinsel aufgetragen, so dass ein individuelles Kunstwerk entstand.

"Totaler Käse" war der Stand vom Alfred Heidemanns: Bei ihm gab’s Tiroler Spezialitäten wie den Bergkäse, geräucherte Wurst und Mirabellenmarmelade. "Alles Naturprodukte", pries er seine Waren an. Der Zeit voraus war der Blumenhändler, der mit Tulpen und Krokussen Frühlingsboten dabei hatte. Alles in allem war der Grefrather Herbstmarkt eine gutbesuchte Premiere.