Grefrath: Eisstadion geht seinen guten Weg weiter

Grefrath : Eisstadion geht seinen guten Weg weiter

Mit zufriedenstellenden Besucherzahlen startet man in Grefrath in die neue Eislaufsaison. Auch in Sachen Fördermitteln und Sanierung ist der Geschäftsführer optimistisch: „Das Geld wird fließen.“

Im Mittelpunkt stand ein Ausblick auf die Eissaison 2019/20. Aber im Rahmen der Pressekonferenz am Mittwoch bezog Bernd Schoenmackers, Geschäftsführer des Eissportzentrums, auch explizit Stellung zur laufenden Förder-Diskussion rund um die anstehenden Sanierungen. Wie von der WZ berichtet, muss die Gemeinde Grefrath womöglich einen deutlich geringeren Zuschuss als erwartet aus Berlin einplanen. Weil sich die Gemeinde nicht mehr im Haushaltssicherungskonzept (HSK) befindet, könnten womöglich nur 1,93 statt 3,85 Millionen Euro nach Grefrath fließen. Für diesen Fall hat der Gemeinderat am Montag einstimmig beschlossen, dass diese Mittel aus dem eigenen Haushalt kommen werden.

„Und genau das ist der Punkt“, so Schoenmackers. „Das Geld wird fließen. Und die Sanierungen werden durchgeführt.“ Der Geschäftsführer bezog auch deshalb Stellung, weil sich innerhalb des Mitarbeiterteams schon sorgenvolle Stimmen gemeldet hätten. Aber Sorgen müsse sich eben keiner machen. „Es ist ohne Frage ärgerlich für die Gemeinde, dass weniger Geld fließen könnte“, sagt Schoenmackers. Und er könne auch nicht nachvollziehen, warum eine Kommune für gutes Wirtschaften womöglich „bestraft“ werde. „Für mich als Geschäftsführer ist aber die Sicherheit wichtig, dass das Geld bereitsteht.“ Und diese Sicherheit liege nach dem Ratsbeschluss vor.

Schoenmackers sprach von einer guten Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung und auch mit dem Fördergeber Bundesinnenministerium. „Wir arbeiten jetzt gezielt daran, die Maßnahmenliste nach Kosten und Prioritäten aufzustellen. Und dann wird die Gemeinde den Antrag auf Förderung einreichen“, sagte der Geschäftsführer. Schoenmackers ergänzte, dass das Eissportzentrum auf die umfangreichen Sanierungsarbeiten vorbereitet sei. „Zum 1. November beginnt ein Technischer Leiter, der sich federführend um diese ganzen Projekte kümmern wird.“

180 000 Eislauf-Besucher pro Jahr ist das Ziel in Grefrath

Bei den Besucherzahlen ist das Grefrather Eissportzentrum weiterhin auf einem guten Weg. In der vergangenen Eislaufsaison konnten laut Geschäftsführung etwa 180 000 Besucher gezählt werden. „Das ist eine Zahl, mit der wir sehr zufrieden sind“, so Schoenmackers. Zudem sei das die Marke, die erreicht werden müsse, um von einer erfolgreichen Saison zu sprechen. Im Vergleich zu den Jahren 2009 bis 2011 habe das Eisstadion wieder deutlich bessere Besucherzahlen.

Ein wichtiger Faktor für diesen Anstieg sei eine bessere Marketingarbeit und eine damit einhergehende höhere mediale Präsenz. Aber auch die vielen Zusatzangebote in den Eintrittstarifen. So werde zum Beispiel der Zwei-Stunden-Tarif nach 20 Uhr bei den Eisläufern gut angenommen. „Ein großer Erfolg sind unsere Pakete für die Kindergeburtstage“, so Veranstaltungsleiter Jan Lankes. Für dieses Programm habe man nun auch deutlich mehr Kapazitäten geschaffen. So sei ein abgetrennter Bereich im Panorama-Restaurant für die Kindergeburtstage geschaffen worden. Denn zum Paket gehört der Eintritt zum Eislaufen und ein anschließendes gemeinsames Essen. „Wir mussten häufig Gäste ablehnen, weil wir ausgebucht waren. Nun haben wir mehr Platz“, sagt Schoenmackers.

In Sachen Gastronomie hat sich auch in der Pistenbar etwas getan. Die Theken-Technik sei umfangreich saniert worden, so Gastronomie-Leiter Sebastian Beckers. „Wir haben auch ein paar Hängeschränke entfernt, damit alles heller und freundlicher wird.“ Und letztlich habe das Team hinter der Theke mehr Platz zum Arbeiten. Merklich heller sind auch Decken und Wände nach einem Anstrich geworden.

Saisonstart in der
Halle ist gut gelaufen

Die eisige Saison läuft in der Halle bereits seit rund zwei Wochen. Und das richtig gut, wie Lankes sagt. „Bei der Ice-Opening-Party hatten wir 1300 Besucher. Das ist eine gute Zahl.“ Auch die regulären Laufzeiten liefen bislang gut, weil das Wetter schlecht ist. „Und das ist noch gut für uns“, sagt Schoenmackers, um gleich zu den nächsten Wochen überzuleiten. „Klar, wenn Außenfeld und 400-Meter-Bahn draußen geöffnet sind, muss es für uns trocken, kalt und windstill sein“, beschreibt der Geschäftsführer die besten Bedingungen. Diese seien insbesondere in den Weihnachtsferien vonnöten. „Wenn wettertechnisch alles stimmt, kommen dann in der Spitze 5000 Besucher pro Tag“, sagt Schoenmackers. Insofern seien die Weihnachtsferien immens wichtig für die Jahresbilanz.

Gute Nachrichten:
Alle Preise bleiben stabil

Zunächst stehen aber die Herbstferien vor der Tür. Daher werden nun auch die Öffnungszeiten ausgedehnt. Vom 14. bis 27. Oktober ist montags bis donnerstags von 10 bis 19.30 Uhr geöffnet, freitags von 10 bis 22 Uhr. An den Wochenenden kann man zwischen 10 und 18.30 Uhr zum Eislaufen kommen. Da zunächst nur eine Eisfläche zur Verfügung steht, gelten derzeit noch vergünstigte Tarife: Erwachsene 4,50 Euro, Kinder und Jugendliche 3,50 Euro. Wenn die anderen Flächen hinzukommen, gelten folgende Tarife: Erwachsene sechs Euro (Wochenende sieben Euro), Kinder und Jugendliche 4,50 Euro (Wochenende fünf Euro). „Übrigens sind alle Preise im Vergleich stabil geblieben“, ergänzt Schoenmackers. Das gelte für den Eintritt, für den Schlittschuhverleih und auch für die Gastronomie.

Die Außenflächen gesellen sich auch schon in Kürze zum Eisvergnügen hinzu. Das überdachte Außenfeld soll am 25. Oktober geöffnet werden, die 400-Meter-Bahn an Allerheiligen, 1. November.

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