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Grefrath: Eine Firma für Speziallösungen

Lokale Wirtschaft : Grefrath: Eine Firma für Speziallösungen

Das Grefrather Unternehmen GLM ist in der Branche der Werkzeugmaschinen bekannt. Vor der Hausmesse stellte sich der Geschäftsführer den Fragen der WZ.

Die Lage ist für Grefrath prominent. Denn der Werkzeugmaschinenbauer GLM hat sich auf dem Gelände der früheren Mäurers-Getränke-Industrie an der Umstraße 6 angesiedelt. Doch was hinter den prominenten Mauern so passiert, wissen wohl die wenigsten. Kurz vor der Hausmesse im Unternehmen (von Mittwoch bis Freitag) stellte sich GLM-Geschäftsführer Dieter Neschen den Fragen der WZ.

Herr Neschen, Ihr Unternehmen veranstaltet schon seit vielen Jahren jährliche Hausmessen. Die Vorbereitungen sind doch sicher sehr aufwändig. Warum setzen Sie konsequent auf diese Veranstaltungsform?

Neschen: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass große Veranstaltungen zunehmend weniger besucht werden. Anhand der Besuchszahlen erkennen wir gut, dass kleine, spezialisierte Veranstaltungen eher den Nerv der Zeit treffen, da wir dort auf unsere Kunden zugeschnittene Lösungen präsentieren können. Unsere mehr als 30 Partner unterstützen uns dabei, Lösungen für eine wirtschaftliche und optimierte Fertigung für den Kunden zu finden.

Eingeladen ist ja nicht nur Fachpublikum, auch interessierte Menschen aus der Umgebung sind willkommen. Wird dieses Angebot stark genutzt?

Neschen: Im Bereich der Werkzeugmaschinen ist das Fachpublikum der erste Ansprechpartner für unsere Hausmesse. Mit den neuen Cobots von Doosan Robotics haben wir seit dem letzten Jahr darüber hinaus ein sehr weites Feld betreten, das nicht nur die Industrie im engeren Sinne, sondern auch neue Felder anspricht, wie zum Beispiel lebensmittelverarbeitende Betriebe, Logistiker oder auch Elektronikfertiger. Bei unserer Hausmesse erfreut sich unser langer Donnerstag zunehmend größerer Beliebtheit, dies auch bei Schulen und Hochschulen, was jungen Leuten die Möglichkeit gibt, sich über aktuelle Themen im Bereich Maschinenbau zu informieren.

Wissen Ihre Nachbarn eigentlich genau, was GLM macht?

Neschen: Ja, die wissen sehr genau, was wir tun. Sie sehen die vielen Lkw kommen und gehen und informieren sich seit Jahren, welche Produkte wir anbieten. Jeder unserer Nachbarn ist herzlich eingeladen, sich wie in jedem Jahr umfassend zu informieren.

Das Unternehmen wurde vor mehr als 13 Jahren gegründet. Wie hat es sich in dieser Zeit entwickelt?

Neschen: 2006 sind wir mit zwölf Mitarbeitern gestartet, einem Büro unterm Dach und unserem Partner Doosan Machine Tools. Seitdem ist die Firma stetig gewachsen. Mittlerweile durften wir unser Unternehmen auf mehr als 80 Mitarbeiter, zwei Standorten und einem Jahresumsatz von 25 Millionen Euro wachsen lassen. In all den Jahren haben wir dabei versucht, uns unsere eigene Philosophie zu bewahren: Wir glauben an unsere familiäre Art und sehen unseren Auftrag bei GLM nicht nur darin, Maschinen zu verkaufen, sondern eben auch einen kundennahen Service, spezialisierte Lösungen und einen schnellen Ersatzteilservice zu bieten. Natürlich sind die Werkzeugmaschinen unser Hauptprodukt, aber gerade aus dem Bereich der Automation und des 3D-Metalldrucks kommen neue junge und interessierte Menschen, so dass wir insgesamt vielen qualifizierten Mitarbeitern ein kreatives Arbeitsumfeld bieten können.

Was sind die großen Zukunftsthemen für Ihre Branche?

Neschen: Die großen Themen sind in Zukunft auch dort zu finden, wo wir jetzt schon arbeiten, etwa Lohnfertigung und Spezialisierung im Fertigungsprozess im Mittelstand. Wir beobachten dabei schon seit Längerem, dass Standardmaschinen in ihrer einfachen Form seltener bestellt werden. Stattdessen werden an den Betrieb angepasste Systeme, bestehend aus Automation und Speziallösungen, für den Fertigungsprozess angefragt. Wir sind hier mit einer kompetenten Anwendungsentwicklung, einer eigenen Konstruktionsabteilung und viel Know-how im Softwarebereich sehr gut aufgestellt, um gemeinsam mit dem Kunden die optimale Lösung zu finden.