Gemeinde beteiligt sich an Klimaschutzmanagement

Gemeinde beteiligt sich an Klimaschutzmanagement

Die Verwaltung war dagegen.

Grefrath. Spart ein Klimaschutzmanagement der Gemeinde Grefrath Geld — oder verursacht es unnötige Kosten? In dieser Frage waren Gemeinderat und Verwaltung unterschiedlicher Auffassung. Nun hat der Rat entschieden, sich dennoch am Klimaschutzkonzept des Kreises Viersen zu beteiligen.

Der Kreis richtet dazu eine Koordinierungs- und Beratungsstelle ein. Der Bund übernimmt 65 Prozent der Kosten, den Rest teilen sich der Kreis, die Städte Viersen und Tönisvorst sowie die Gemeinden Grefrath und Niederkrüchten. Grefrath muss dafür drei Jahre lang jeweils rund 2000 Euro bezahlen.

Für die Verwaltung ist das eine freiwillige Aufgabe, die nicht im Einklang mit den Anforderungen des Haushaltssicherungskonzeptes stehe. Es seien keine konkreten Einsparungen zu erkennen.

Das sehen die Politiker anders. „Gerade wegen der dramatischen Finanzlage der Gemeinde ist es wichtig, zukünftige Kostenersparnisse zu finden“, so Dirk Drießen (Grüne) im Rat. Auch Christian Kappenhagen (CDU) sieht darin eine unschlagbar gute Gelegenheit, für 2000 Euro im Jahr eine Fachkraft ins Boot zu holen.

Die Verwaltung hatte in früheren Sitzungen schon erklärt, dass man die Energieeinsparmöglichkeiten auch ohne Klimaschutzmanager kenne. Man müsse aber die notwendigen Mittel bereitstellen, um Sanierungen durchgeführt zu können.

Bereits vor einem Jahr wurde im Ausschuss der Entwurf eines Klimaschutzkonzepts vorgestellt, in dem die Sektoren private Haushalte, Wirtschaft und Verkehr unter die Lupe genommen wurden. Auch für den Bereich der Kommune wurde Energiesparpotenzial ausgemacht.

Laut Konzept gibt es ein großes Potenzial in der Sanierung von Altbauten und im Ausbau von Photovoltaik-Anlagen. Auch die vielen Autofahrten der Grefrather schaden dem Klima, heißt es.

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