Grefrath: Gegen den Wendler verloren, aber Fanherzen gewonnen

Grefrath : Gegen den Wendler verloren, aber Fanherzen gewonnen

Die Band Loco feierte in der Oedter Albert-Mooren-Halle ein gelungenes Comeback. 360 Gäste feierten mit.

Oedt. Ein großes Ziel hat die Rockband Loco am Sonntagabend in der Albert-Mooren-Halle verpasst. Besonders bitter für die Rocker ist sicher, dass dieses Ziel mit Schlagerstar Michael Wendler zu tun. Dieser hatte im vergangenen Jahr bei seinem Auftritt in Oedt 380 Besucher in die Halle gelockt. Die sechs Loco-Mitglieder wollten diese Zahl toppen. Am Ende wurde sie knapp verpasst: „360 Leute sind heute hier“, verkündete Sänger Holger Hüpen mit einer ordentlichen Portion Selbstironie auf der Bühne der Mooren-Halle.

Traurig waren aber weder Band noch Besucher. Im Gegenteil: Zehn Jahre nach ihrem letzten Konzert feierten Sänger Hüpen, Alexander Kättner (Schlagzeug), Jorge Stegemann (Bass), Daniel Bauten (Gesang/Keyboards), André Horst (Gitarre) und Marisa Dikta (Saxophon) ein tolles Comeback — eine Party mit vielen Freunden, so wie sie es im Vorfeld gehofft hatten.

Die Besucher fühlten sich zurückversetzt in die 90er Jahre, in denen sich Loco vor allem in Grefrath und Kempen eine Fangemeinde erspielt hatte. Die Hits der damaligen Zeit erklangen nun in Oedt: Unter anderem waren „Lost“, „Still Your Friend“ und „Rest In Life“ in der Mooren-Halle zu hören. Die Bandmitglieder genossen dabei sichtlich, dass diese Songs immer noch gut ankommen. Neben den eigenen Stücken überzeugte Loco vor allem zum Schluss des Sets mit dem „Fury In The Slaughterhouse“-Cover „Won’t Forget These Days“. Im Zugabenteil gab es dann noch die Ballade „If I Could Look“ — inklusive Daniel Bauten am Flügel.

Nach gut zwei Stunden ware das erfolgreiche Loco-Comeback schon wieder beendet. Schließlich stehen die Musiker — teils über Deutschland verstreut — voll im Berufsleben. Angesichts des Spaßes, den die Band auf der Bühne und nachher an der Theke hatten, ist ein weiteres Comeback aber sicher nicht ausgeschlossen.