Führungspositionen im Kempener Rathaus: Erste Lücken werden geschlossen

Stadtverwaltung : Führungspositionen im Kempener Rathaus: Erste Lücken werden geschlossen

Am 21. Januar könnte in Kempen ein neuer Sozialdezernent gewählt werden. Die Leitung des Rechtsamtes ist wieder besetzt. Offene Fragen gibt es weiterhin beim Führungsposten im Jugendamt.

Neues Jahr, neues Glück – vielleicht gehen die Verantwortlichen mit diesem Motto auf die Suche nach neuem Führungspersonal. Jedenfalls ist es eines der großen Ziele von Bürgermeister Volker Rübo (CDU), die Lücken auf der Führungsebene schnellstmöglich zu schließen. In Teilen ist dem Verwaltungschef das auch schon gelungen. Die WZ gibt einen Überblick über den Stand der Dinge in der städtischen Personalsuche.

Die wichtigste Personalie dürfte die Nachfolge von Michael Klee sein. Der Dezernent für Soziales, Schule, Jugend, Senioren und Sport wird Kempen Ende März verlassen, nachdem er nicht wiedergewählt worden war. Vor Weihnachten gab es einen Vorstellungstermin der Kandidaten, die es im Bewerbungsverfahren ins „Finale“ geschafft hatten. Aus Sicht von Rübo ist ein geeigneter Kandidat gefunden worden. „Ich werde dem Rat in der Sitzung am 21. Januar einen Kandidaten zur Wahl vorschlagen“, sagte der Bürgermeister am Montag. Einen Namen durfte er noch nicht nennen. Die Verwaltungsvorlage samt Namen soll im Laufe des Dienstags veröffentlicht werden. „Ich bin davon überzeugt, dass wir einen guten Kandidaten gefunden haben“, so Rübo. Nun müssten die Fraktionen, die über ihre Vorsitzenden und die stellvertretenden Bürgermeister in der Bewerbungsphase beteiligt waren, über den Vorschlag abstimmen.

Ralf Tillmanns ist
neuer Leiter des Rechtsamtes

Diese Lücke könnte also bald geschlossen werden. Bei einer weiteren konnte Rübo am Montag bereits einen Erfolg vermelden. In Ralf Tillmanns hat die Stadt einen neuen Rechtsamtsleiter gefunden. Er hat am 2. Januar seinen Dienst in Kempen angetreten. Wie bereits berichtet, ist auch die Leitung des Ordnungsamtes wieder besetzt. Michael Steckel ist seit Dezember im Dienst.

In Sachen Leitung von Haupt- und Personalamt ist der Weg zur Lösung noch weiter. Kurz vor Weihnachten hatte Rübo eine interne Lösung gefunden. Der Kandidat, der seine Zusage geben hatte, sprang dann aber kurz vor der Ratssitzung, in der über die Personalie entschieden werden sollte, ab. Nun müssen Bürgermeister Rübo und Dezernent Jörg Geulmann darüber entscheiden, in welches Verfahren man bei der neuerlichen Suche einsteigen möchte.

Bei der Leitung des Jugendamtes, die seit Sommer 2018 nicht besetzt ist, ist bis Anfang der vergangenen Woche ein weiteres Ausschreibungsverfahren gelaufen. „Dazu möchte ich jetzt noch nicht allzu viel sagen“, so Rübo am Montag. Derzeit sei man dabei, die eingegangenen Bewerbungen zu sichten. Seit dem Weggang von Heike Badberg vor eineinhalb Jahren hat Dezernent Michael Klee kommissarisch die Leitung des Jugendamtes inne. Mehrere Ausschreibungsverfahren waren gescheitert.

Offen ist noch, wer die Leitung des Tiefbauamtes übernehmen soll. Der bisherige Leiter Torsten Schröder ist seit 1. Dezember Technischer Beigeordneter. Die Stelle im Tiefbauamt ist ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist geht bis zum 27. Januar.

Ungleicher Kampf um
Personal gegen die Großstädte

Insbesondere auf der Führungsebene in der Kommunalverwaltung ist es nicht einfach, gutes Personal zu finden, so Rübo. „Das spiegeln mir auch meine Bürgermeisterkollegen wider“, sagt der Kempener Verwaltungschef. Städte in der Größenordnung von Kempen, Willich oder Tönisvorst hätten im Konkurrenzkampf mit Großstädten wenig Chancen, weil diese mit anderen Besoldungsstufen werben können. Nicht zuletzt deshalb hatte Kempen im vergangenen Jahr den Weggang des Technischen Beigeordneten Marcus Beyer zu verkraften. Diese Position füllt Beyer jetzt in seiner Heimatstadt Krefeld aus.