1. NRW
  2. Kreis Viersen
  3. Kempen und Grefrath

Frühlings-Wochenende: Die Ordnungsämter im Kreis Viersen sind auf der Hut

Corona-Krise : Frühlings-Wochenende: Die Ordnungsämter im Kreis Viersen sind auf der Hut

Die Einhaltung der Corona-Kontaktsperre und anderer Regeln wird durch die Behörden in Kempen und im Kreis Viersen kontrolliert.

22 Grad, strahlender Sonnenschein, keine Wolken – so ein schöner Sonntag steht uns bevor. Bei aller Vorfreude auf ein schönes Frühlingswochenende kommt aber gleich ein Seufzer hinterher. In Zeiten des Kontaktverbots wegen der Corona-Krise müssen die Menschen im Kreis Viersen das Wetter weitgehend im Garten genießen, wenn sie denn einen haben. Straßencafés, Eisdielen, Biergärten – all das ist nicht zum Verweilen geöffnet. Und eine Ansammlung von Freundeskreisen in Parks ist verboten.

Mit Blick auf das schöne Wetter ist das Kempener Ordnungsamt auf der Hut. „Aufgrund der gemeldeten guten Wetterlage zum Wochenende rechnet das Ordnungsamt der Stadt Kempen mit zunehmenden Verstößen gegen die Landesverordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Corona-Virus. Es werden daher verstärkt Kontrollen an öffentlichen Plätzen durchgeführt“, hieß es bereits am Anfang der Woche in einer Pressemitteilung. Gemeinsam mit ihren Kollegen aus den anderen Kommunen hoffen die Kempener Mitarbeiter auf die Kooperation der Bevölkerung. Mit dieser sei man während der bisherigen rund 14-tägigen Kontaktsperre auch sehr zufrieden. „Die Menschen ziehen mit“, heißt es aus Kempen.

Und auch aus dem Viersener Kreishaus erfuhr die Redaktion am Freitag, dass man zufrieden sei. Im Großen und Ganzen hielten sich die Menschen im Kreis Viersen an die vorgegebenen Regelungen. „Ich weiß, dass die Kontaktbeschränkung mit vielen Einschränkungen und persönlichem Verzicht verbunden ist“, wird Landrat Andreas Coenen in einer Pressemitteilung zitiert. „Die immer noch steigenden Fallzahlen der Infizierten zeigen uns aber, dass dieses Vorgehen in den kommenden Wochen notwendig ist.“

Explizit erwähnte der Kreis Viersen am Freitag die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Ordnungsbehörden der Städte und Gemeinden. „Ich weiß, dass die Kolleginnen und Kollegen der Ordnungsämter alle Hände voll zu tun haben und sich mit häufig geänderten rechtlichen Vorgaben sowie schwierigen Einzelfällen auseinandersetzen müssen“, so Coenen. „Insgesamt läuft die Umsetzung sehr gut.“

Große Hilfsbereitschaft
bei den Unternehmen

Hocherfreut zeigten sich die Verantwortlichen des Kreises Viersen am Freitag über zahlreiche Hilfen aus der Unternehmerschaft. Nach dem Aufruf am Mittwoch, dass diverse Artikel der Schutzkleidung benötigt werden, seien bis Freitagnachmittag schon rund 70 Angebote eingegangen. Das teilte der Landrat auf seiner Facebook-Seite mit.

„Die ersten Schutzmasken wurden bereits kurze Zeit nach dem Telefonat bestellt. Andere Anrufer bieten Schutzanzüge, Handschuhe oder Desinfektionsmittel an – teils als Spende, teils zu günstigen Marktpreisen“, teilte der Kreis Viersen mit. Der Aufruf zur Hilfe gilt weiterhin. Die Rufnummern 02162/39-2401 und -2402 sind werktags zwischen 9 und 16 Uhr besetzt. Benötigt werden Desinfektionsmittel, Schutzmasken und -brillen, Schutzbekleidung und -kittel sowie Handschuhe. Weitere Infos:

kreis-viersen.de