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Grefrath: Frischekur für kleine Kapelle in Vinkrath

Grefrath : Frischekur für kleine Kapelle in Vinkrath

Das kleine Gotteshaus aus dem Jahr 1860 im Rütersend ist in die jahre gekommen. Weiter geht es heute im Niers-Geflüster um Gaudi in der Halle, Fest-Erfahrung der Händler, Hausbau und Vatertag.

Grefrath. Im Jahr 1860 wurde an der Ecke Rütersend/Mörtelsstraße eine kleine Kreuzkapelle gebaut. Und diese diente bis zur Fertigstellung der Kirche an der Dorfstraße 1903 den Vinkrathern als Ort für Gottesverehrung und Gebet. Die Frauen der Nachbarschaften In der Floeth, Rütersend und Obere Mörtelsstraße pflegen das Denkmal und das Drumherum mit viel Engagement. Doch baulich ist das kleine Häuschen mittlerweile in einem schlechten Zustand. Der dahinter liegende Spielplatz musste gesperrt werden, weil mehrere der Pfeiler der Kreuzkapelle über dem Sockel gebrochen sind und umzustürzen drohen. Ein Architekturbüro hat sich die alten Mauern einmal angesehen und einige Mängel entdeckt. Daher hat der Kirchenvorstand der Grefrather Pfarrgemeinde nun beschlossen, die Kapelle zu sanieren. Bald werden die Mauerpfeiler wieder standfest gemacht, Holzbauteile geprüft und wo notwendig ausgetauscht. Das Dach wird gereinigt und ausgebessert sowie das Geländer entrostet und neu beschichtet. Das Bistum hat bereits signalisiert, dass die Sanierung nicht gefördert wird. Die geschätzten Kosten von rund 30 000 Euro wird also die Pfarrgemeinde stemmen müssen.

„Luft nach oben ist immer, aber im Großen und Ganzen waren wir zufrieden“, flüstert Eva Pomplun, Vorsitzende der neuen Werbegemeinschaft „Grefrath InTakt — Lokal und Gut“. Der Handwerkermarkt im Grefrather Ortskern war die zweite größere Veranstaltung der Gemeinschaft. Auf dem Marktplatz und der Hohe Straße präsentierten sich 15 lokale Firmen, darunter Fahrschulen, Fahrradhändler, Sanitärunternehmen und die Freiwillige Feuerwehr (die WZ berichtete). Das Resümee des Handwerkermarktes ist laut Pomplun durchweg positiv. „Ich habe mit einigen Teilnehmern gesprochen und alle haben gesagt, dass sie sehr gute Gespräche geführt haben und es viel Interesse an ihrer Arbeit gab“, so die Inhaberin der Gaststätte „Zum Fürsten Blücher“. Aus der zweiten Veranstaltung von „Grefrath InTakt“ habe die Werbegemeinschaft doch auch gelernt, an welchen Stellen es noch hapert. „Viele Besucher haben ihre Fahrräder vor den Geschäften abgestellt. Beim nächsten Fest könnte ein Fahrradparkplatz hilfreich sein. Zudem haben die meisten Leute nicht mitbekommen, dass es auf dem ’Platz an der Sonne’ auch noch Stände gab. Dort könnte man vielleicht beim nächsten Mal einen Kindertrödel-Markt anbieten, damit alles besser verteilt ist“, so Pomplun.

Apropos Trödelmarkt: Den gab es auch beim Handwerkermarkt schon. Neben wenigen „echten“ Trödelmarkt-Ständen mit Gebrauchtwaren boten vor allem Händler neuwertige Kleidung und Handtaschen an. „Das Problem ist, dass viele Handwerker am Muttertag nicht teilnehmen wollten. Dadurch waren wir auf den Trödelmarkt angewiesen, damit es auch einen verkaufsoffenen Sonntag geben kann“, erklärt die Grefrath-Intakt-Vorsitzende Eva Pomplun. „Ich finde aber, dass wir insgesamt eine gute Mischung hatten. Neben den Ständen der Handwerker und dem Trödelmarkt gab es ja auch noch die Kirmes. In Zukunft wäre es aber natürlich auch schön, wenn sich noch mehr Handwerker beteiligen.“ Eine Neuigkeit wurde während des Handwerkermarktes ebenfalls präsentiert. Die Werbegemeinschaft „Grefrath InTakt“ hat unter 60 Einsendungen ihr Logo ausgewählt. Entworfen wurde es von Anja Vermaeten aus Grefrath (die WZ berichtete). Ihr Vorschlag fand bereits beim Frühlingsfest im März großen Zuspruch, als die ersten Vorschläge den Grefrather Bürgern vorgestellt wurden. „Ihr Entwurf war schon sehr dominant und wurde nur noch ein bisschen bearbeitet“, so Pomplun. Für ihre Kreativität erhielt Vermaeten auf dem Handwerkermarkt einen 50-Euro-Gutschein für Uhren und Schmuck Schoenmackers an der Hohe Straße.

Der Rohbau ist fertig, am Montag wurde an der Mülhausener Straße 24/26 in Grefrath Richtfest gefeiert. Zimmerermeister Stefan van Bebber hielt den Richtspruch nach alter Handwerkstradition. Dort, wo einst unter anderem Radsport Bohnen war, entstehen bis Ende des Jahres zwei Häuser mit jeweils sechs Eigentumswohnungen. Bauherr ist Fabri & Reuter Immobilien GmbH aus Grefrath. Die Wohnungen sind barrierefrei und allesamt bereits verkauft. Drei Maisonette-Wohnungen im zweiten Obergeschoss können noch angemietet werden. Die Häuser haben einen Aufzug. Zu den Wohnungen gehören Garagen und Stellplätze. Zum Richtfest waren nicht nur die am Bau beteiligten Unternehmen und neuen Eigentümer erschienen, sondern auch Nachbarn.

„Der Holunder in der Naturheilkunde, Mythologie und Märchen“ heißt das Thema einer Veranstaltung für Erwachsene im Niederrheinischen Freilichtmuseum, Am Freilichtmuseum 1, die am Samstag von 12 bis 15 Uhr stattfindet. Im Volksglauben spielt der Holunder unter anderem als Wohnsitz der guten Hausgeister oder als Hausapotheke eine wichtige Rolle. Im heimischen Garten war eine „Hollerecke“ also nicht wegzudenken. Welche Geschichten und Märchen es rund um den Holunder gibt und was ihn auch heute noch wertvoll macht, darüber informiert die „Kräuterhexe“ des Museums bei einem Rundgang über das Gelände. Zuzüglich zum Museumseintritt kostet die Teilnehme drei Euro pro Person. Weitere Infos gibt es im Internet. Anmeldung unter Tel. 02158/91730.

www.niederrheinisches- freilichtmuseum.de

Bleiben wir noch kurz im Freilichtmuseum. Dort gibt es ab sofort frisch gebackenes Dorenburg-Brot aus dem historischen Backhaus. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr sind die Brotlaibe an der Kasse im Eingangsgebäude erhältlich. Angefertigt werden die Teiglinge zuvor von der Bäckerei Kreutschmann aus Grefrath. Das Backhaus auf dem Museumsgelände stammt aus dem 18. Jahrhundert und stand ursprünglich in der Honschaft Unterbruch in Schiefbahn. Ein Laib Dorenburgbrot kostet 3,50 Euro. Vorbestellungen sind nicht möglich.

Am Samstag geht die Grefrather Hallengaudi in die dritte Runde. Dann heißt es in der Eissporthalle an der Stadionstraße 161 wieder: „Winter Adé — Party Olé“. Die größte Hallengaudi im Grenzgebiet zu den Niederlanden beginnt um 17.55 Uhr, Einlass ist um 17 Uhr. Live mit dabei sind unter anderem Ikke Hüftgold, Tim Toupet, Willi Herren und Mia Julia. Im Online-Vorverkauf kosten die Tickets 14,50 Euro. Erhältlich sind die Karten auf der Homepage der Grefrather Hallengaudi, im Eisstadion sowie den bekannten CTS Vorverkaufsstellen. Weitere Infos gibts im Internet.

www.eisstadion.de

www.grefrather-hallengaudi.de

Eine Premiere in Grefrath gibt es an Vatertag, 25. Mai, auf dem Grefrather Marktplatz. Erstmals wird dort ab 11 Uhr „The Daddy Day“ unter dem Riesenfallschirm gefeiert. Bei dieser Vatertagsparty mit Volksfest-Charakter darf die passende Live-Musik natürlich nicht fehlen. Dafür sorgt unter anderem die Band „Infused“ aus Mönchengladbach und Viersen und bringt handgemachten Rock und Pop auf die Bühne. Für ausgelassene Schlagerstimmung sorgen die „Wüsten Wüstensöhne“ und die „Stube Buben“ bringen ein Stück Bayern auf den Marktplatz. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Vor 70 Jahren wurde der OedterHeimatverein gegründet. „Das ist ein Grund zum Feiern“, dachten sich die 564 Mitglieder und veranstalten am Samstag, 10. Juni, einen bunten Abend in der Albert-Mooren-Halle, Niedertor 8. Geboten wird ein Unterhaltungsprogramm, unter anderem mit Schlagern und kölschen Liedern von Walter Weitz. Philipp Dammer trainiert die Lachmuskeln der Zuschauer. Der Eintritt kostet 13 Euro. Karten gibt es in der Albert-Mooren-Halle zu den Öffnungszeiten, bei Zeitschriften und Tabakwaren Zartingen, Obertor 1, bei Optik Krechel am Kirchplatz 13 sowie in Mülhausen beim Friseurmeister Paul Heller, Hauptstraße 78. Ein weiteres Event des Heimatvereins steht im September an. Dann wird rund um die Burg Uda in Verbindung mit dem Familienfest der Gemeinde Grefrath gefeiert. Im November findet dann noch eine zweitägige Fahrt nach Wiesmoor in Ostfriesland statt.