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Fotowettbewerb Stillleben: Das eigene Foto im Kramer-Museum

Fotowettbewerb Stillleben: Das eigene Foto im Kramer-Museum

Zur kommenden Ausstellung „Carl Schuch und die zeitgenössische Stilllebenfotografie“ werden ein Fotowettbewerb und Workshops angeboten.

Kempen. Die nächste Ausstellung im Kramer-Museum ist nicht einfach nur eine Ausstellung. Passend zum Thema „Carl Schuch und die zeitgenössische Stilllebenfotografie“ sollen die Besucher zum Mitmachen animiert werden. Den Anfang bildet dabei ein Fotografie-Wettbewerb.

Die Exposition zeigt zwölf klassische Gemälde von Carl Schuch aus dem 19. Jahrhundert. Ihnen gegenübergestellt werden zeitgenössische Stillleben-Aufnahmen von 13 Fotokünstlern. Und hier kommen auch die Besucher ins Spiel: Zur Eröffnung sollen außerdem ihre Stillleben-Fotos gezeigt werden. Bis zum 9. September können Fotos eingereicht werden. Die fünf besten werden zur Eröffnung gezeigt — außerdem bekommen die Gewinner einen Katalog zur Ausstellung.

„Was fotografiert wird, ist egal“, sagt Doris Morawietz, Mitarbeiterin des Kramer-Museums. „Hauptsache, es bewegt sich nicht.“ Und so können die Gegenstände nach symbolischen und ästhetischen Aspekten selbst arrangiert und komponiert werden — oder es können Schnappschüsse eingereicht werden.

Ausgewählt werden die besten Fotos dann von einer Jury um den Kempener Fotografen Paul Maaßen, der außerdem einzelne Führungen zur Ausstellung anbieten wird.

Insgesamt gibt es neben möglichen Gruppen- und Schulklassenführungen auch öffentliche Führungen zu verschiedenen Schwerpunkten. Die ersten drei übernimmt die Kempener Kunsthistorikerin Eva-Maria Willemsen, die letzten drei Paul Maaßen. Willemsen gibt dabei einen Überblick über die Ausstellung, informiert zu Schuchs Wirken, vergleicht seine Werke mit der Blumen-Stillleben-Sammlung des Museums und informiert außerdem über die Entwicklung der Kunsttradition „Stillleben“. In Maaßens Führungen wird es ausschließlich um die Arbeiten der Fotokünstler gehen.

Auch Workshops werden im Rahmen des Begleitprogramms angeboten — in den Herbstferien beispielsweise für Acht- bis Zwölfjährige. „Die Ferienaktionen für Kinder gab es früher schon einmal zu bestimmten Themen bei uns“, sagt Morawietz. „Die letzte ist aber schon vier oder fünf Jahre her.“ Zur Schuch-Ausstellung können die jungen Künstler nun auch wieder selbst mitmachen. Nachdem sie sich durch die Bilder haben inspirieren lassen, können sie eigene Werke kreieren. „Blumen-Stillleben mit Farbe, Filz und Fantasie“ heißt das Angebot von Sigrid von Gaevenitz.

Erwachsene und Jugendliche können außerdem an zwei zehnstündigen Mal-Workshops unter dem Titel „Vom naturalistischen zum abstrakten Stillleben“ teilnehmen. Geleitet wird dieses Angebot vom Künstler Wilhelm-Josef Heinen, der außerdem Mitglied im Kempener Kunstkreis ist. „Der Kurs ist zwar für Anfänger geeignet, aber es sollen dennoch anspruchsvolle Stillleben entstehen“, sagt Doris Morawietz. www.kempen.de