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Firma Alders in Kempen: Bienenvölker laufen auf zur Höchstform

Biodiversität auf dem Firmengelände : Vier Bienenvölker laufen in Kempen zu Hochform auf

Rund 200.000 Bienen liefern auf dem Alders-Gelände in Kempen mehr als 100 Kilogramm Honig pro Jahr.

(Red) Das Bienenhaus im Firmengarten von Alders Electronic hat sich binnen fünf Jahren prächtig entwickelt. „Die Natur ringsum ist viel saftiger und grüner geworden“, beschreibt Geschäftsführer Martin Alders die positiven Auswirkungen der Öko-Maßnahme. Mit Unterstützung des Imkervereins Kempen hat der Unternehmer vier Völker mit rund 200 000 Bienen für ihre Honigproduktion Unterschlupf geboten.

Die fleißigen Insekten saugen seitdem Nektar aus den umliegenden Blüten und lassen die Honigproduktion in der Bienenbeute an der Arnoldstraße 19 auf Hochtouren laufen. „Pro Volk sind es im Jahr rund 35 Kilogramm Honig“, sagt Rüdiger Nitschke, der gerade wieder ein paar Kilo aus den Waben herausgeschleudert hat. Der 61-Jährige ist Vorsitzender des Imkervereins Kempen und hat die Völker im Bienenstock bei Alders angesiedelt.

Martin Alders betont den Vorbild-Charakter, den seine Initiative ausgelöst hat. „Die Mitarbeitenden fühlen sich wohl in der üppigen Natur und begleiten interessiert das emsige Tun der Bienen“, sagt der Kempener. Der Nachwuchs erfährt aus nächster Anschauung, wie das Naturprodukt Honig entsteht und die Tätigkeit des Imkers aussieht.

Mit Freude hat Martin Alders beobachtet, dass benachbarte Unternehmer es ihm gleichtun. So hat der Armaturen-Hersteller Samson Pfeiffer in der Nachbarschaft dafür gesorgt, dass ein 8000 Quadratmeter großes Feld seit zwei Jahren als Blühwiese genutzt wird. „Da es sich um bienenfreundliches Saatgut handelt, ist das jetzt ein Paradies für die Bienen vor der Haustür“, betont der 45-Jährige. Der Imkerverein hat kürzlich auf Betreiben von Samson Pfeiffer dafür gesorgt, dass auch auf der Wildblumenwiese Ableger des Bienenhotels stehen. „Dort wird die Honigproduktion vermutlich 2023 losgehen“, sagt der erfahrene Imker Rüdiger Nitschke. Für Martin Alders geht diese Entwicklung als Zeichen der Biodiversität in die richtige Richtung.

Bereits im Vorjahr hat der Unternehmer unweit des Bienenhauses ein Biotop aus rund 1000 Gehölzen, Stauden und Gräsern geschaffen. Auch das ist ein Rückzugsort für Vögel, Insekten und Kleingetier geworden. „Abgesehen davon, dass sich die Mitarbeitenden an der bunten Vielfalt erfreuen und die Luft viel besser geworden ist“, betont Alders.

Auf der Internetseite des Imkervereins Kempen kann man sich über das Wirken des Vereins erkundigen, erfährt aber auch Wissenswertes über die Bienen selbst, beispielsweise über die Entstehung eines Schwarms:

www.imker-kempen.de

(RP)