Finanzierung für den Radweg steht

Bahntrasse: 2,4 Millionen Euro soll die 10,4 Kilometer lange Route kosten.

Nettetal/Grefrath. Der neue Radweg auf der alten Bahntrasse zwischen Kaldenkirchen und Grefrath ist in trockenen Tüchern- jedenfalls was die Finanzierung durch die beiden beteiligten Kommunen angeht. Nach dem Grefrather Gemeinderat hat auch der Nettetaler Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Finanzierung für das Projekt genehmigt.

Jetzt fehlt nur noch das Grüne Licht aus Düsseldorf für die Landeszuschüsse. Denn ohne die ist das Projekt nicht zu stemmen. Stolze 2,4Millionen Euro soll die Verwirklichung der 10,4Kilometer langen Route kosten. Davon will das Land rund 70Prozent tragen.

Nettetals Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche, in deren Händen die Koordination des Projektes liegt, ist optimistisch, dass der Bewilligungsbescheid des Landes im November eintrifft: "Denn bisher ist alles in enger Abstimmung mit den Behörden in Düsseldorf gelaufen." Sprich: Böse Überraschungen erwartet sie nicht.

Der weitere Fahrplan für die Maßnahme: Im Winter soll die stellenweise stark zugewachsene Trasse freigeschnitten werden. Ab März oder April könnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. "Und frühestens im Sommer 2009 wird der neue Rad- und Wanderweg zu nutzen sein", so Fritzsche.

Dann wird es einen neuen familienfreundlichen Rad- und Wanderweg geben, der vom Kaldenkirchener Bahnhof am De-Witt-See vorbei und nördlich von Lobberich über Schlibeck bis zum Grefrather Bahnhof führen wird. Und zwar auf genau der Trasse, wo einst die Eisenbahn fuhr.

Entsprechend des Verlaufs der Strecke - 8,3Kilometer führen über Nettetaler Gebiet und 2,1 Kilometer über Grefrather Territorium - sind die Kosten verteilt. 572.000 Euro muss die Seenstadt selber bezahlen, 143.000 Euro beträgt der Anteil der Niersgemeinde. Der große Rest- insgesamt 1,7 Millionen Euro- kommt vom Land. Verteilt werden die Ausgaben auf die Haushalte der Jahre 2008 und 2009.

Beim Umbau der Bahntrasse zum Radweg wird es unter anderem eine neue Brücke über die Nette am De-Witt-See geben. Und damit die Route auch benutzerfreundlich wird, sind allein für die Beschilderung und Schautafeln rund 150.000 Euro eingeplant.

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