Ferienspaß im Zeichen des Mittelalters

Kempen. : Monopoly, Burg-Bau und spannende Ausflüge

Pro Woche nehmen rund 140 Kinder am Ferienspaß in Kempen teil. Das Motto 2019 lautet Mittelalter.

Wenn man derzeit die Sportanlage an der Berliner Allee betritt, wimmelt es nur so von Kindern, die Ball- oder Tennisspielen, mit kleinen Fahrzeugen durch die Gegend fahren oder den Reiz von Gesellschaftsspielen entdecken. Es sieht aus wie auf einem mittelalterlichen Marktplatz, denn überall ist etwas los. Aber arbeiten muss hier niemand, denn der ganze Platz ist dazu da um zu spielen, zu basteln und einfach Spaß zu haben. Wir sind zu Besuch beim Ferienspaß der Stadt Kempen, der sich in diesem Jahr das Motto „Mittelter“ gegeben hat.

An der Ausleihe tummeln sich die Kinder, denn dort kann man von Tennisschlägern über Frisbeescheiben und Basketbällen bis zu verschiedenen Fahrzeugen und Gesellschaftsspielen alles bekommen. Wilma und Daria haben es sich auf einer Picknickdecke bequem gemacht und spielen Monopoly. Um sich diese Spielsachen ausleihen zu können, muss man nur seinen Ferienspaßausweis abgeben, auf dem steht nicht nur der Name des Kindes, sondern auch ein Bild des Plakates für die diesjährigen Ferienspiele. Dieses ist passend zum Thema mit Symbolen des Mittelalters versehen. Entworfen wurde das Kunstwerk von Schülerinnen und Schülern der Regenbogenschule. Wenn man die ausgeliehenen Spielgeräte zurückbringt, bekommt man auch seinen Ausweis wieder.

„Ich finde es auch toll, dass wir hier so viel Platz haben“, erzählt der achtjährige Milo. Carina, Alessia und Lilija stimmen ihm zu. Schließlich kann man nicht nur auf den Sportplätzen und der Skateranlage spielen, sondern auch im Zelt sitzen und basteln. Zudem gibt es noch einen Sandkasten und die Bauhalle. In dieser wurden schon ganz professionell eine kleine Hütte und eine Burg aus Holz gebaut. Aber am besten, da sind sich alle Kinder einig, seien die Ausflüge. Einmal in der Woche, immer mittwochs, findet ein großer Ausflug statt. Diese Woche ging es zum Schloss Beck, einem Freizeitpark in dem es sogar eine Achterbahn gibt, erzählen die Kinder begeistert. Nächste Woche wird ein zweites Mal das Freilichtmuseum in Grefrath besichtigt.

Viele der sechs- bis 13-jährigen Kinder sind nicht zum ersten Mal bei der Ferienfreizeit dabei. Morgens können die Eltern ihre Kinder zwischen 7.30 und 9 Uhr zum Ferienspaß-Gelände bringen. Dort werden sie dann von den etwa 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Empfang genommen. „Beim Morgenkreis wird auch das Programm für den Tag vorgestellt“, berichtet Michaela Haffmans vom Jugendamt. So gibt es immer mal wieder extra Angebote, für die sich die Kinder freiwillig melden können. Am Dienstag wurde zum Beispiel eine Stadtführung durch Kempen angeboten. Außerdem gibt es kleinere Wettkämpfe. Passend zum diesjährigen Motto sind das zum Beispiel Bogenschießen oder Ritterturniere.

Um 12 Uhr treffen sich die hungrigen Ritter, Burgfräulein, Hofnarren, Fußballer, Tennisspieler, Autofahrer und Entdecker zum Mittagessen. Um 14 Uhr ist dann die erste Abholzeit und ein paar der Kinder müssen sich verabschieden. Danach geht es dann mit dem Spielen weiter. Wenn um 16 Uhr alles aufgeräumt ist, gibt es ein kurzes Abschiedstreffen im Zelt. Entweder werden die Kinder dann abgeholt oder sie gehen nach Absprache selber nach Hause. Für Teilnehmer aus St.Hubert und Tönisberg wird ein Pendelbus zur Verfügung gestellt.

„Insgesamt kommen wöchentlich um die 140 Kinder“, berichtet Mitarbeiterin Sandra Müller. Die Anmeldezahlen seien von Woche zu Woche unterschiedlich, denn man könne sich immer für die nächste Woche neu anmelden. Daher sei es auch noch möglich, in der letzten Ferienwoche dazuzukommen. Anmeldungen sind noch möglich: donnerstags zwischen 9 und 10 Uhr im Büro am Sportplatz. Weitere Informationen zum Ferienspaß der Stadt Kempen:

kempen.de

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