FDP: Schulen zur Chefsache machen

Die Liberalen bemängeln wie die Eltern, dass sich bei den Sanierungen nichts tut.

Kempen. Die FDP-Fraktion schließt sich der Kritik der Elternvertreter mit Blick auf die Schulsanierung an, die nicht vorankommt (die WZ berichtete). „Wir haben in der Vergangenheit sehr häufig und sehr deutlich auf bestehende Missstände hingewiesen und Taten gefordert“, so FDP-Fraktionschefin Irene Wistuba. Man habe sich schon selbst auf die Suche nach Firmen gemacht, die die von den Eltern geforderten Beschattungen der Fenster anbieten.

Wistuba verweist auf ihre Haushaltsrede vom März, in der sie bereits darauf verwies, dass nach den Sommerferien 2017 zwar ein konkretes Nutzungskonzept mit der Schule erarbeitet worden sei, aber seitdem Funkstille herrsche.

Es würden im Schulausschuss oder im Rat Beschlüsse gefasst, die dann nicht zeitnah umgesetzt, sondern im Prinzip verschleppt würden. „Seit geraumer Zeit müssen wir uns die Beschlüsse auf Wiedervorlage legen und dann immer wieder nachhaken, ob die Realisierung auch tatsächlich erfolgt ist.“ Bei den Beteiligten in der Schullandschaft bestehe der Eindruck, dass die Kommunikation mit dem Schuldezernat sehr gut sei, aber es passiert danach nichts oder nur sehr wenig. „Wir erwarten deshalb, endlich in die Zukunft zu investieren. Schule muss in Kempen Chefsache werden“, so Wistuba.

Im Gespräch mit der WZ hatten Elternvertreter geschildert, dass es in diesem Bereich viel Frust gebe. Die Themen reichen von fehlendem Sonnenschutz über unzureichende Stromversorgung für Beamer bis hin zu fehlenden Räumen. Laut Stadtverwaltung seien Schuldezernent Michael Klee und der neue Technische Beigeordnete Marcus Beyer in der Abstimmung. Konkreteres könne erst in Kürze veröffentlicht werden. ulli

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