"Ewiger Schandfleck" sorgt nach Sturm wieder für Ärger

St. Huberter Kendel-Geflüster : Steht ein Schandfleck tatsächlich vor dem Abriss?

Nach Sturmtief „Eberhard“ brandet erneut Ärger über den Zustand des Hauses am Hohenzollernplatz 2 b auf. Dort soll sich aber in absehbarer Zeit etwas tun, erfuhr der Kendel-Flüsterer.

Kaputte Dachziegel lagen auf dem Boden. Der Gehweg wurde mit Flatterband abgesperrt. Sturmtief  „Eberhard“ hatte am Sonntag gewütet und so einigen Häusern und Bäumen erheblich zugesetzt. Auch dem Haus am Hohenzollernplatz 2b. Doch dort regt der Zustand der Immobilie die Anwohner besonders auf. Denn das alte Gebäude ist seit vielen Jahren in einem desolaten Zustand. „Das Avesiers-Haus ist nicht nur für St. Hubert ein großer Schandfleck, sondern mittlerweile auch gefährlich“, lässt die benachbarte Eigentümerin Heike Höltken daher den Flüsterer wissen. Aus Kreisen der Feuerwehr, die nach dem Sturm am Sonntag auch am Hohenzollernplatz aktiv werden musste, sieht man dort „Gefahr in Verzug“. Fensterrahmen, Dachziegeln und Schieferabdeckungen sehen aus, als könnten sie herabfallen. Am Dienstag beschäftigte die Situation auch die Stadt Kempen. Eine Begehung durch das Bauordnungsamt stand an. Das Ergebnis: Die Stadt wies den Eigentümer darauf hin, dass dieser seiner Verkehrssicherungspflicht nachkommen muss, damit Passanten nicht gefährdet werden. Zum Beispiel müssten lose Dachziegel beseitigt werden.

Drei Einfamilenhäuser geplant

Der Eigentümer der Immobilie ist nach dem Sturm bereits aktiv geworden. Ein Dachdecker sei schon informiert und werde Gefahrenstellen dort beseitigen, berichtet der Eigentümer auf Nachfrage des Flüsterers. Und er hat noch weitere Neuigkeiten. Die Planungen für den Abriss des alten Gebäudes und den Neubau von drei Einfamilienhäusern auf dem Areal laufen zurzeit. Der Bauantrag sei in Vorbereitung. Das jahrelange Ärgernis in dieser prominenten Ortslage würde damit mittelfristig ein Ende haben. Seit Jahren ist das Haus den Nachbarn ein Dorn im Auge. Das alte Wohnhaus, in dem früher der St. Huberter Schuldirektor Heinrich Avesiers lebte, steht seit 1983 leer. Bereits vor sieben Jahren hatte der Flüsterer über den Ärger der Nachbarn berichtet. Und das war nicht das erste Mal, dass zum Haus etwas in der WZ stand. Die Stadt sei nicht in der Lage etwas zu tun, solange keine „Gefahr in Verzug sei“, hieß es 2012. Seither hatte sich zumindest nach außen nichts getan. Nun scheint also ein Ende in Sicht zu sein. Ob und wann es aber tatsächlich zu einem Bauprojekt kommt, kann niemand sagen. Ein Blick ins WZ-Archiv zeigt, dass der Stadt schon einmal eine Bauanfrage für das Grundstück vorlag. Davon hatte zumindest der Technische Beigeordnete Stephan Kahl (inzwischen im Ruhestand) Ende April 2016 berichtet. Damals ging es um drei Reihenhäuser und es gab auch schon Zeichnungen. Passiert ist aber bislang nichts.

Deden wieder beim TuS

Da ist der Tennisabteilung des TuS St. Hubert ein echter Coup gelungen. Eines der größten Talente des Vereins ist zurück und spielt wieder auf dem Platz an der Stendener Straße: Kevin Deden. Mit vier Jahren schwang er zum ersten Mal in St. Hubert den Tennisschläger, jetzt kehrt er zurück und verstärkt die 1. Herren 30 des TuS in der Niederrheinliga.  Der ehemalige Bundesligaspieler (unter anderem für den TC Blau-Weiß Neuss) war sowohl national als auch international aktiv. Zweimal hintereinander stand der 35-Jährige im Endspiel um die deutsche Tennis-Meisterschaft. Seine höchste Notierung in der Tennisweltrangliste erreichte er 2009 mit Position 342 im Einzel sowie Position 480 im Doppel. Mehrere Jahre spielte er auf der internationalen ATP-Tour. „Die Herren 30 haben sich nach mehreren Aufstiegen hintereinander auch für die neue Saison viel vorgenommen. Mit dem erfahrenen und spielstarken Neuzugang ist auch in der Niederrheinliga eine Spitzenplatzierung möglich“, so der Verein. Mannschaftskapitän Dirk Friemel ergänzt: „Mit Kevin Deden haben wir einen international erfahrenen Top-Tennisspieler für uns gewinnen können, der unsere Mannschaft sowohl im Einzel als auch im Doppel ganz wesentlich verstärken wird.“

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