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Es wird gebaggert, gepflanzt und gefeiert

Es wird gebaggert, gepflanzt und gefeiert

Die Junge Union lädt wieder zum Beachvolleyball am Königshütte-See. Außerdem geht es im Kendel-Geflüster um eine Diamant-Hochzeit in der Bendheide und ein hartnäckiges Gerücht.

St. Hubert. Nach dem wetterbedingten Ausfall im vergangenen Jahr sorgt die Junge Union Kempen-Grefrath (JU) um Geschäftsführer Maximilian Thelen am Samstag für ein Comeback des beliebten Beachvolleyball-Turniers am Königshütte-See. In Kooperation mit dem Segel-Surf-Club Kempen werden die Spieler zum siebten Mal aufs Feld gebeten. Das Turnier beginnt um 10 Uhr und endet gegen 17 Uhr. Zehn Teams aus der gesamten Region gehen mit jeweils vier Feld- und einem Auswechselspieler an den Start. Zur Mittagszeit werden Leckereien vom Grill geboten. Auf das Siegerteam wartet zudem ein toller Preis. Der Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer lädt die Gewinner traditionell zu einer Reise nach Berlin ein. Anmelden kann man sich übrigens nicht mehr — die Startplätze sind vergeben. Aber Besucher sind natürlich am Ufer des Sees willkommen.

Foto: Lübke

Da hat es in der St. Huberter Gerüchteküche aber ganz schön gebrodelt — und das vollkommen grundlos. Seit Beginn des Jahres wunderte sich Theresia Schüren, Inhaberin der Firma Gartenbau Peter Schüren, über das Fernbleiben einiger Kunden. „Mein Vater ist im November 2017 verstorben. Kurz vorher hat unser Nachbar einen Teil seines Betriebes abgerissen“, erzählt Schüren, die die Gärtnerei seit 2005 führt. „Dann gab es im Januar einen Sturm, bei dem ein Teil unserer Folie weggeflogen ist und wahrscheinlich kam dadurch eins zum anderen.“ Aus diesen einzelnen Fakten entstand nach und nach ein Gerücht. „Es hieß, wir hätten die Gärtnerei abgerissen und alles wäre weg. Das haben wir später von mehreren Kunden gehört“, berichtet Theresia Schüren. „Das hat uns ganz schön zugesetzt. Viele haben mich auf dem Wochenmarkt angesprochen und waren erstaunt, dass ich dort noch stehe.“

Kendel-Geflüster

Deshalb klärt Schüren jetzt auf: „Alles läuft ganz normal und wie immer weiter.“ Im Angebot seien im Moment Sommer-Schnittblumen wie Löwenmäulchen und Sonnenblumen. „Bald kommt aber schon die Herbstware“, so Schüren. Die Gärtnerei an der Bellstraße 68a hat montags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

„Das ist eine lange Geschichte“, flüstert Karl-Heinz Jenkes als Antwort auf die Frage, wie er seine Frau Ingrid kennengelernt hat. Lang ist auch die gemeinsame Geschichte der beiden, denn seit dem 11. August sind sie seit 60 Jahren verheiratet. Die Diamantene Hochzeit wurde mit Freunden und Familie in der Gartenanlage der Familie Höfkes gefeiert. Vor der weißen Hochzeit am 11. August 1958 lernten Ingrid und Karl-Heinz Jenkes sich in Krefeld-Hüls kennen. „Meine Frau kommt ursprünglich aus der Freistadt Danzig und wurde 1945 nach Thüringen vertrieben. Dann kam sie nach Hüls zu ihrer Cousine und bei einer Tanzveranstaltung des Turnvereins, in dem ich Mitglied war, habe ich sie zum ersten Mal gesehen“, erzählt Jenkes. Schnell fanden die beiden eine Gemeinsamkeit. „Wir stellten fest, dass wir in der gleichen Firma arbeiteten, sie als kaufmännische Angestellte und ich als Textilmaschinenschlosser“, berichtet der 80-Jährige. Danach fanden sie noch mehr Gemeinsamkeiten und so wurde 1958 geheiratet. Nach der Hochzeit zogen die beiden zunächst in eine gemeinsame Wohnung in Hüls. 1960 kam ihr erster Sohn auf die Welt. 1964 baute das Jubelpaar ein Haus an der St. Huberter Bendheide. Ihr zweiter Sohn folgte 1965. Mittlerweile hat sich die Familie um fünf Enkel und ein Urenkelkind erweitert.

Nach dem Hausbau haben Jenkes und seine Frau Ingrid (80) die Idee einer Straßengemeinschaft in der Bendheide vorangetrieben und zählen seit 1973 zu ihren Gründungsmitgliedern. Deshalb wurden beide bereits als Ehrenmitglied ausgezeichnet. Zudem engagierte sich Karl-Heinz Jenkes über viele Jahre hinweg als Jugendbetreuer bei der Hülser und der St. Huberter Turnerschaft. Anlässlich ihrer 60-jährigen Ehe möchte sich das Jubelpaar mit einer Hochzeitsreise jetzt einen gemeinsamen Wunsch erfüllen. „Meine Frau möchte gerne noch einmal in ihre Geburtsstadt Danzig reisen. Das machen wir im Oktober“, sagt Jenkes.