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Es geht um 4000 Adressen im Kreis Viersen

Schnelles Internet : Breitbandausbau: Kreis Viersen startet Ausschreibung

Ländliche Bereiche sollen schnelleres Internet bekommen.

Der Kreis Viersen hat nach eigenen Angaben als erster Antragsteller einen Förderbescheid des Bundesprogramms zum Breitbandausbau erhalten. Damit kann der Kreis Viersen jetzt die europaweite Ausschreibung starten, um in den ländlichen und unterversorgten Gebieten für schnelles Internet sorgen zu können. Die Ausschreibung wird voraussichtlich ab Freitag auf den einschlägigen Breitbandportalen und auf der Homepage des Kreises einsehbar sein.

Gleichzeitig hat Breitbandkoordinator Sebastian Cüsters einen Förderantrag auf Landesmittel zur Kofinanzierung des Breitbandausbaus bei der Bezirksregierung gestellt. Die Finanzierung der 40-Millionen-Euro-Investition ist dreigeteilt: Sobald der Bund seine Förderzusage über 50 Prozent der Investitionskosten gegeben hat, kann beim Land die Förderung weiterer 40 Prozent (bei Kommunen mit Haushaltssicherungskonzept 50 Prozent) beantragt werden. Dieser Förderantrag ist der Bezirksregierung als Fördergeber des Landes bereits mit Einreichung des Bundesförderantrags angekündigt worden. Zehn Prozent müssen die Kommunen selbst tragen.

Das Förderprogramm soll den Breitbandanschluss unterversorgter Adressen auch dort ermöglichen, wo er sich für die Netzbetreiber wirtschaftlich nicht rechnet. Das trifft im Kreisgebiet auf rund 4000 Anschriften zu. Sie werden mit neuer Infrastruktur im Gigabit-Bereich ausgebaut. Gefördert werden dürfen nur Adressen mit einer Versorgungsgeschwindigkeit unter 30 Mbit pro Sekunde. Dies trifft zum Beispiel auf die Kempener Bereiche Unterweiden, Escheln und Voesch  zu.

(Red)