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Gefrath: Eisstadion: Schiefner guckt in Fördertöpfe des Bundes

Gefrath : Eisstadion: Schiefner guckt in Fördertöpfe des Bundes

Ortstermin des Bundestagsabgeordneten in Grefrath: Lob für das Zentrum, Hoffnung auf Investitionen.

Grefrath. Wo drückt der Schuh? Wie hoch wären nötige Investitionen im Eissportzentrum? Antworten auf diese Fragen suchten SPD-Bundestagsabgeordneter Udo Schiefner (MdB), der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Hans Smolenaers, und der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, bei einem Besuch vor Ort.

„Das Eissportzentrum in Grefrath ist eine großartige Einrichtung. 250 000 Besucher jährlich, ein Einzugsbereich von Kleve bis Heinsberg, vom Ruhrgebiet bis Aachen und die Niederlande, attraktive Veranstaltungen wie Konzerte oder Public Viewings“, lobte Schiefner. Gemeinde und Management sind stolz darauf, dass die Kosten für den laufenden Betrieb selbst erwirtschaftet werden. Geht es aber um nötige Instandhaltungs-Investitionen, bilden sich bei den Verantwortlichen tiefe Sorgenfalten.

Bernd Schoenmackers, Geschäftsführer des Eissport & Eventparks, zählte die dringendsten Maßnahmen auf: Die 400-Meter-Bahn müsse instandgesetzt, Fenster in der Anlage ausgetauscht und die Maschine zur Eisaufbereitung erneuert werden. Über den Daumen gepeilt kämen innerhalb der nächsten Jahre mehrere Millionen Euro auf den Betreiber zu. Auf jeden Fall wolle man vermeiden, dass über kurz oder lang Teile des Zentrums geschlossen werden müssten.

Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz warb um finanzielle Unterstützung. „Das Zentrum ist 40 Jahre alt. Es stammt aus einer wirtschaftlich und finanziell besseren Zeit Grefraths. Heute sind die notwendigen Investitionen durch die Gemeinde nicht mehr zu stemmen.“

Den Handlungsbedarf erkannten die Gäste durchaus an. Schiefner: „Wir werden möglichst schnell prüfen, inwieweit in absehbarer Zeit Fördertöpfe des Bundes, zum Beispiel für Sanierungsmaßnahmen von Sportstätten, in Frage kommen.“ Kahrs schätzte die Fördermöglichkeiten für das Eissportzentrum als „nicht so schlecht“ ein. Allerdings habe die Gemeinde einen Eigenanteil zu tragen, denn der Bund finanziert maximal 90 Prozent der Investitionen.

Grefrath ist Olympiastützpunkt. Auch von dieser Seite erhoffen sich Gemeinde und Management künftig mehr Unterstützung. Noch nicht erfolgreich war Schoenmackers darin, den Park mit einem Sponsorennamen zu versehen. Aussichtsreiche Verhandlungen mit einer Brauerei hätten dann doch kein Ergebnis gebracht, bedauerte er.