Einfach nur cool, nobel und lecker

Die Premiere von „Kempen Kulinarisch“ auf dem Buttermarkt war ein voller Erfolg und zog viele Besucher an.

Kempen. Der Buttermarkt wurde am Wochenende zum ersten Mal zu einer stark verkürzten Gourmet-Meile. Tobias Stümges (29) und Christian Kölker von der Krefelder Veranstaltungsagentur „KS“ hatten die Premiere von „Kempen Kulinarisch“ organisiert und waren mit der Resonanz sehr zufrieden. Die Besucher hatten ein Luxusproblem: Bei einem Postkartenhimmel und Sonne pur waren vor allem die schattigen Plätze gefragt.

Das Angebot ließ keine Wünsche offen. Tische auf dem Buttermarkt und direkt vor dem Rathaus waren in Weiß eingedeckt, die Pagoden, in denen kulinarische Köstlichkeiten angeboten wurden, waren ebenfalls weiß — das wirkte cool und nobel.

Es gab auch Ausnahmen, die aber nicht störten: Crêpes wurden in einer Bude verkauft im Eiffelturm-Look, Flammlachs gab es in einer Art Blockhütte; das Zelt der Naturfleischerei Fander war schwarz und passte damit zu dem Fander-Foodtruck, in dem Burger verkauft wurden.

Pfannkuchen mögen vielleicht keine kulinarischen Höhepunkte sein, aber Josef Weissen aus Steinfurth pries seine Ware in Reimform und unüberhörbar an. Auf „Sie brauchen nicht mehr suchen“ reimte sich — natürlich — „Reibekuchen“. Sieglinde Lichtenberg aus Kempen hatte sich in die Schlange der Wartenden eingereiht. Sie lobte die Reibekuchen des lustigen Westfalen.

Lauthalls auf seine Produkte aufmerksam zu machen, ist nicht das Ding von Peter Day, von der „Mühle 4“, einer Manufaktur für edle Obstbrände in St. Hubert.

Der St. Huberter Arzt Dr. Georg Mergler bot zur Einstimmung ein Glas Sekt an. „Das verträgt man schon bei dieser Hitze“ sagte der Mediziner mit eigenem Weingut. Mit dem ärztlichen Segen folgte auf den Sekt in der Regel ein Glas Moselwein.

Wert gelegt hatten die Organisatoren darauf, dass auch Kempener Gastronomie mit im Boot waren. Michaela Dahn führt in Kempen sowohl das „Venga“, als auch das „Wirtshaus“. Unter dem Dach der weißen Pagode gab es Köstlichkeiten aus beiden Häusern. „Kempener Gröstl“ verkauften sich gut, ebenso wie das helle bayerische Bier und die exotischen Drinks, die gerne auch alkoholfrei sein durften. Wie „Opanema“, die alkoholfreie Variante des Klassikers Caipirinha. Wer es exotisch mochte, kam bei „Delhikat“ auf seine Kosten mit indischem Streetfood.

Zur Unterhaltung in sehr gepflegter Atmosphäre trugen unterschiedliche Musiker bei wie die von der Jux-Kapelle Ex Gaer-Gedon aus Venlo.

Kinder hatten ihren Spaß als Clown Olli, dank Stelzen mit rund drei Metern eine herausragende Erscheinung, auftrat. Er trat als Koch auf. Die Baumschule Höfken aus Unterweiden hatte den Buttermarkt mit ausgesuchten Pflanzen bestückt, die den edlen Charakter noch unterstrichen.