Eine Bude zum Schmökern

Eine ausgemusterte Telefonzelle dient im Hagelkreuz nun als Bücherei.

Kempen. Das Hagelkreuz-Viertel hat nun eine kleine öffentliche Bibliothek. Am Concordienplatz wurde am Samstag die „Schmökerbude“ eingeweiht. Willi Stenhorst, Vorsitzender des Bürgervereins Hagelkreuz sowie des Sozialausschusses, zerschnitt das symbolische rote Band. Für die kleine Bücherei wurde eine ausgemusterte Telefonzelle von ehrenamtlichen Helfern umgebaut. Sie wurde im Boden verankert, mit Strom versorgt und mit Regalen ausgestattet, damit dort nun Bücher aus unterschiedlichen Genres Platz finden. Die Bücher wurden gespendet und vom Team der Schmökerbude sortiert.

In und an dem grünen Häuschen kann nun also nach Herzenslust geblättert werden. Man kann sich dazu gemütlich auf eine der Bänke am Concordienplatz setzen. Die Bücher kann man kostenlos mitnehmen und zurückgeben oder gegen eigene gut erhaltene Bücher tauschen. Spenden können zu den Annahmeterminen im Quartiersbüro Hagelkreuz vorbeigebracht werden. Jeden zweiten und vierten Samstag im Monat ist das Quartiersbüro von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Gewünscht sind aber nur Bücher aus den Genres Romane, Krimi, Science Fiction, Fantasy, History und für Kinder. Sachbücher, Zeitschriften, religiöse oder politische Bücher können aus Platzgründen nicht angenommen werden.

Ein Team aus vier Helferinnen nimmt die Bücher entgegen, sortiert diese und schaut auch täglich in dem kleinen Häuschen nach dem Rechten. Es ist bereits ein kleines Lager aus den Bücherspenden entstanden, aus dem die ein Quadratmeter große Mini-Bibliothek immer wieder aufgefüllt werden kann.

Die Farbe Grün für die Telefonzelle ist nicht zufällig. „Das Hagelkreuz ist grün“, sagt Quartiersentwickler Ingo Behr. Das sei ihm gleich beim ersten Besuch im Viertel aufgefallen. Und darum habe man diese typische Farbe auch für die neuste Verschönerung des Concordienplatzes aufgenommen.

„Es gibt schon viele Rückmeldungen, dass das eine tolle Idee ist. Die Schmökerbude wird auch schon rege frequentiert“, freut sich Ingo Behr. Zur Eröffnung wurde dann auch gleich etwas vorgelesen. Und eine solche Lesestunde könnte auch zur regelmäßigen, monatlichen Einrichtung werden. Dazu laufen aber noch die Planungen, so Behr. ulli

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