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Ein sauberes Altstadtgeflüster: Großreinemachen im Herbst

Altstadtgeflüster : Großreinemachen im Herbst

Ein sauberes Altstadtgeflüster: In der Propsteikirche wurde der Kreuzaltar gereinigt. Eine Putzaktion würde sich ein Kempener auch vor dem Rathaus wünschen.

Das müssen Sie sich einmal vorstellen. Da stehen Sie 500 Jahre lang friedlich in der Kirche vor sich hin – und auf einmal hält ihnen jemand einen Staubsauger vor die Nase. Der Erzengel Michael, Maria, Jesus und die anderen Heiligen werden wohl Verständnis dafür haben. Sie alle sind im Kreuzaltar in der Propsteikirche St. Marien zu finden. Zusammen mit zahlreichen weiteren Schnitzereien wurde sie nun komplett gereinigt. Dafür waren die Diplom-Restauratorinnen Dorothee Fobes und Linda Schäfer von der Kölner Firma Kunstgriff mit einer Mitarbeiterin mehrere Tage vor Ort im Einsatz. Ein Gerüst ermöglichte das Arbeiten an dem knapp vier Meter hohen Altar. „Es hat sich recht viel Staub abgelagert und es gibt einen leichten Schimmelbefall“, erklärt Linda Schäfer. Mit feinen Pinseln und kleinen Schwämmchen gingen die Restauratorinnen ans Werk. Wo die Farbe wasserlöslich ist, kam Benzin für die Reinigung zum Einsatz. So sei die Glanzvergoldung oft wasserempfindlich, sagen die Expertinnen. Außerdem haben sich einige Fassungen, so nennen die Experten die Farbschichten auf den Skulpturen, gelockert. „Diese kleinen Ausbrüche festigen wir, so dass die Farbe nicht weiter abblättert“, sagt Linda Schäfer. Etwa 100 Stunden arbeiteten die Restauratorinnen an dem Altar.

Wiederentdeckte Figuren

Der Altar ist um 1525 in Antwerpen entstanden. Kleine Handabdrücke, die ins Holz eingestanzt wurden, gelten dafür als Beleg. Die Malereien stammen aber aus dem 19. Jahrhundert. Der Altar war 2016 wieder in den Fokus gerückt, als fünf Figuren, die 1969 aus dem Altar gestohlen worden waren, plötzlich wieder auftauchten. Zusammen mit anderen gestohlenen Kunstwerken waren sie in einer Reisetasche im Garten des Klosters Maria Laach von Mönchen gefunden worden. Spenden von Privatpersonen und vom Kempener Geschichts- und Museumsvereins machten die Restaurierung und so die Rückkehr in die Propsteikirche möglich. Nun glänzt dann auch der Rest des Altares wieder wie neu.

Wenn Blätter zum Ärger werden

Der Herbst ist da. Nachdem wir Anfang Oktober noch T-Shirt-Wetter am Niederrhein erleben konnten, wurde es in dieser Woche ja mal ordentlich frisch. Und dann erkennt man den Herbst natürlich auch am prächtigen Farbenspiel der Natur. Das ist an den Bäumen ja noch schön anzusehen, aber liegen die Blätter erst einmal auf dem Boden, machen sie viel Arbeit. Davon kann so mancher Hausbesitzer in diesen Tagen in Liedchen singen. Umso mehr ärgert es einen Kempener, dass es vor dem Rathaus so wild aussieht und sich dort offenbar niemand so richtig um die Laubbeseitigung kümmert. „Ich komme ja viel rum, aber so was habe ich vor einem Rathaus in anderen Städten noch nicht gesehen“, flüstert der Kempener – und wünscht sich, dass da mal etwas passiert.

Weiterhin ohne Markierungen

Blicken wir einmal an den Rand der Altstadt. Blank – also völlig ohne Markierungen präsentiert sich nach der Fahrbahnsanierung weiterhin die St. Töniser Straße. Wie berichtet, sorgt dies besonders im Kreuzungsbereich St. Töniser Straße/Donkring/Hülser Straße bei den Autofahrern für Irritationen. Wegen des Regens konnten die geplanten Markierungsarbeiten vor inzwischen rund 14 Tagen nicht durchgeführt werden, hieß es vor gut einer Woche aus dem Viersener Kreishaus. Obwohl es ja nun in den vergangenen Tagen durchaus trocken war, warten die Autofahrer bisher vergeblich auf die Markierungen. Der Flüsterer wartete bis Donnerstagabend nach einer neuerlichen Anfrage auf Antwort aus dem Viersener Kreishaus – vergeblich.

Fete im Kuba am 9. November

„Studio 47798 meets Studio 47906 – Die Kempen Edition Vol. 2“ heißt es am Samstag, 9. November, im Kulturbahnhof (Kuba). Die Party-Macher aus Krefeld hatten bereits im September zur Veranstaltung in die Kneipe am Bahnhof gebeten. Nun gibt es als wieder das Beste aus den 80er und 90er Jahren, Charts und House. „Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei“, versprechen die Verantstalter. Für die richtigen Töne sorgen Mr. Barfly, ClubFish/Mike van Doorn und Mr. Cox. Der Eintritt kostet zehn Euro, die Party beginnt
um 22 Uhr.