Ein „bärenstarker“ Weihnachtsmarkt in St. Hubert

Ein „bärenstarker“ Weihnachtsmarkt in St. Hubert

Trotz des eher ungemütlichen Wetters war die Veranstaltung ein Besuchermagnet. Aktiv mit dabei: die Kitas.

St. Hubert. Auf dem Weihnachtsmarkt St. Hubert dürfte es vier Personen gestern Vormittag ganz schnell ziemlich warm geworden sein. Gleich zu Beginn stand nämlich die Kendelcard-Verlosung auf dem Programm. Wolfgang Büscher, Vorsitzender des Werbe- und Bürgerrings, sowie der 3. Stellvertretende Bürgermeister Hans-Peter van der Bloemen konnten allerdings nicht allen Gewinnern ihre Geldpreise in der Währung „Huberti“ überreichen — einige waren nicht anwesend. Margret Dohr holte den ersten Preis (750 Euro), Evelin und Rita Reinders teilen sich die 500 Euro, und Sandra Boves landete auf Platz drei, verbunden mit einem Gewinn von 250 Euro.

Trotz der feuchten Kälte war der Markt gut besucht. Alles andere als selbstverständlich für den dritten Adventssonntag war die Tatsache, dass noch vereinzelt Adventskränze zu haben waren. Typisch für den St. Huberter Weihnachtsmarkt: Er ist wenig kommerziell ausgerichtet, viele Einrichtungen vor Ort verkaufen Selbstgebasteltes, um wichtige, zumindest aber wünschenswerte Dinge anschaffen zu können.

Ein Glas Glühwein taugte als Handwärmer. Er war mit drei Euro ohne beziehungsweise vier Euro mit Schuss jedoch nicht gerade ein „Schnapper“. Auf der Bühne traten wie immer nur St. Huberter „Eigengewächse“ auf, darunter die Kindergärten St. Raphael und „Bärenstark“, der Quartettverein 1910, der Musikverein St. Hubert. Aus Kempen kam — nicht zum ersten Mal — die junge Sängerin Nina Berg, die natürlich Weihnachtslieder sang.

Ins Marienheim zu gehen, war gleich aus mehreren Gründen empfehlenswert: Da lockte zum einen der Bücherbasar der Katholischen Jungen Gemeinde, pro Zentimeter Buchrücken kostete die Second-Hand-Literatur 50 Cents. Zum Aufwärmen war das „Messi-Cafe´“ wie geschaffen. „Ich mache das hier schon seit ein paar Jahren“, sagte Paul Lemke - der 16-Jährige war wieder mit für den Waffelverkauf zuständig.

Am Stand des Kindergartens St. Raphael gab es unter anderem Liköre und Marmeladen, der Förderverein der Kita Tabaluga hatte darüber hinaus Spezialitäten wie Rotweinsalz im Angebot. Nicole Heenen verriet, was mit dem Erlös mittelfristig geschehen soll: „Wir wünschen uns eine Wasserlandschaft auf dem Außengelände unserer Kita.“

Im Zelt der Gärtnerei Dicks gab es eine große Auswahl von Weihnachts-Deko. Die kleineren Kinder drehten gerne die eine oder andere Runde auf dem Karussell, die etwas größeren konnten sich am Stand der Jugendfeuerwehr informieren. Der kleine Malik, er stammt aus Togo, trug stolz die Wollmütze mit der Aufschrift „Feuerwehr“. Ausgefallene Geschenke waren die Feuerwehrhelme für fünf Euro.

Michael Glöckner aus Hattingen war zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt. Vor den Augen der Besucher fertigte er Schmuck. „Ich finde es sehr schön hier“, so seine Meinung. rudi

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