Ein Auftrag an alle

Die Grefrather CDU hat sich mit einigen neuen Mitstreitern neu aufgestellt — und so in der ersten Kommunalwahl nach dem unfreiwilligen Ende der Ära des langjährigen Fraktionsvorsitzenden Klaus Mäurers die Verluste der Wahl 2009 wieder wettgemacht.

Trotzdem bietet das Wahlergebnis keine stabile Mehrheit für ein „Lager“. Denn die FDP hat ja bereits angekündigt, dass sie sich nicht in einer Koalition mit der CDU sieht. Andererseits sieht die SPD nach den Erfahrungen mit dem gescheiterten Ankauf des Johnson-Controls-Gebäudes in der FDP keinen verlässlichen Partner.

Die SPD hat Recht, wenn sie sagt, dass es in Grefrath einige Baustellen gibt, die man angehen muss. Mit gegenseitigem Misstrauen lassen sich diese Probleme allerdings nicht lösen. Das Wahlergebnis ist ein Auftrag an alle Fraktionen, über Parteigrenzen hinweg kreative Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Das erfordert auch den Willen, aufeinander zuzugehen und die Aufgaben gemeinsam anzupacken.