Doppelehrung der Sport-Asse

Doppelehrung der Sport-Asse

Nach einem Jahr Pause gab es in Kempen wieder eine Sportlerehrung. Daher wurden die Leistungen von 2016 und 2017 gewürdigt.

Kempen. Über 37 Jahre hatte von 1970 an Horst Platen die Tischtennisabteilung des Kempener LC aufgebaut und geleitet. Obwohl er mittlerweile 74 Jahre alt ist und seine Ämter schon seit längerem in jüngere Hände gegeben hatte, ist er mit dem Tischtennissport eng verbunden geblieben. Jetzt gab es für ihn langanhaltenden Beifall, als Horst Platen bei der Sportlerehrung zum „Ehrenamtler des Jahres 2017“ ernannt wurde.

Foto: Kurt Lübke

Es war eine Sonderehrung des Stadtsportverbandes, der sich nach dem Krisenjahr 2016 wieder mit einer neuen Führung zusammengefunden hatte. Chef des Dachverbandes (von 33 Sportvereinen, mit etwa 11 500 Aktiven) ist ein Mediziner: Dr. Winand Lange (60), der sehr viele Sportler im St. Huberter Forum begrüßen konnte.

Da 2017 die Sportlerehrung ausgefallen war, fand sie jetzt gleich für zwei Jahre statt, für 2016 und 2017. Insgesamt holten sich 109 Sportler ihre Urkunden, Medaillen und Plaketten ab, außerdem wurden 29 Stadtmeister nach vorne auf die Bühne gebeten.

Inmitten der ausgezeichneten Sportler, darunter viele vom Karate Dojo Kempen, aber auch Trampolinturner, Boxer und Rettungsschwimmer, sprach Vorsitzender Winand Lange allen Aktiven, eingeschlossen die Übungsleiter und Sponsoren, seinen Dank aus. Stellte dabei bei der Vorbereitung dieses Abends vor allem Waltraut Geerkens vom städtischen Sportamt und seine Geschäftsführerin, Claudia Buckbesch, heraus. Er vergaß ferner Judith Reiners-Barth nicht. Sie hatte auf alle Badetücher, die die Preisträger erhielten, das Logo des Dachverbandes gestickt.

Als zukünftige wichtige Aufgabe bezeichnete Winand Lange die Begleitung der neuen Sportentwicklungsplanung sowie die „dringend notwendige Sanierung einiger Sportstätten“.

Dank sagte ferner allen Verantwortlichen der Vereine Vize-Bürgermeister Otto Birkmann. Er war zuversichtlich, dass sich in der Zukunft durch ein neues Sportkonzept die Rahmenbedingungen verbessern würden. Die Sanierung der Sportstätten bleibe dabei ein wichtiges Thema. Was Otto Birkmann, ein echter „Hüpperscher Jong“, allerdings nicht begreifen konnte: „Dass es in St. Hubert kein Grundstück geben soll, auf dem ein Kunstrasenplatz errichtet werden kann.“

Unter anderem nahmen Beigeordneter Michael Klee und der Vorsitzende des Sportausschusses, Jürgen Pascher (SPD), sein Stellvertreter Michael Smeets (CDU) und Klaudia Schleuter vom Kreissportbund die Ehrungen vor. Vize-Bürgermeister Peter van der Bloemen war ebenfalls darunter, holte sich im Laufe des Abends selbst die Urkunde für die Erringung des 25. Sportabzeichens ab; 50 Mal hatte dies Karl-Heinz Redelings geschafft.

Aufgelockert wurde das Event durch junge Reiterinnen des Reit- und Voltegiervereins Lobberich und durch junge Sportler des Boxclubs Kempen. Und es gab eine weitere Sonderehrung: Klaus Helbig (SV Aegir Kempen) wurde jetzt offiziell zum „stillen und unentbehrlichen Helfer“ ernannt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung