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Die offene Tür zur Kapelle rückt näher

Altstadtgeflüster : Die offene Tür zur Kapelle rückt näher

Jetzt greifen wir schon mal ein bisschen vor. Aber der Flüsterer kann es nicht für sich behalten. Wie schon mal berichtet, plant ja eine Projektgruppe aus Engagierten von evangelischer Thomasgemeinde, der evangelischen Freikirche Christuszentrum Kempen und der katholischen Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt die Heilig-Geist-Kapelle zu öffnen.

Nachdem dort zuletzt eine christliche Buchhandlung im Frühjahr 2012 geschlossen hatte, steht die fast 600 Jahre alte Kapelle am Buttermarkt leer. Die zentrale Lage und die kleine übersichtliche Räumlichkeit eigneten sich gut, um für die Menschen in Kempen wie für Besucherinnen und Besucher der Stadt einen Ort der Ruhe und der Besinnung und eine Einladung zu Einkehr, Gespräch und zu Gottesbegegnung anzubieten. Das haben sich die Engagierten gedacht und wollen dort nun bald ein wöchentliches Angebot machen. Nächste Woche wird das Konzept näher vorgestellt. Danach gehen die Türen für die Besucher auf. Die Kollegen des Flüsterers werden berichten. Schön, dass es kurz vor dem runden Geburtstag im nächsten Jahr wieder Neuigkeiten für das kleine Gotteshaus gibt. Die Weihe der Heilig-Geist-Kapelle fand am 24. Juli 1421 statt.

Richtfest an der Thomasstraße

Am Freitag konnte Bauherr Alfred Flamang mit seinem Team Richtfest für den Neubau auf dem Areal des ehemaligen Burg-Cafés an der Thomasstraße feiern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Abriss lief es beim Bau zuletzt wie am Schnürchen. Nun können Innenausbau und Co. vonstattengehen. Dass es dort schnell vorangeht, freut auch Autofahrer in der Altstadt. Denn dann ist hoffentlich bald die provisorische Ampelanlage an der Kurve Thomas-/Burgstraße nicht mehr notwendig. Die Fertigstellung des Hauses ist für Anfang 2021 geplant. Dort, wo rund 130 Jahre lang das Burg-Café zu finden war, werden im Erdgeschoss Räume für Büros oder eine Praxis sowie in den oberen Stockwerken sechs Mietwohnungen entstehen.

Von der Altstadt zur Gartenschau

In der nächsten Woche verlassen einige Kempener Protagonisten die Altstadt. Denn von Montag bis Sonntag ist die Stadt Kempen auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort vertreten. Dann kann sich die Thomasstadt im Pavillon von Niederrhein Tourismus präsentieren. Die „Glücklichmacher“ von der Judenstraße, Dekoration, Wohnaccessoires und Floristik aus Kempen, gestaltet mit frisch geschnittenen Blüten, Stauden und Gräsern aus Kempener Grünanlagen Stelen und Kränze und dekorieren kreativ den Außenbereich der Aktionsfläche. Das Aqua-Sol, Kempener Steinmetz Manfred Messing und der Illustrator Jürgen Pankarz sowie der Holzgroßhändler Michael Kuypers sind im Laufe der Woche auch noch vor Ort. Details gibt es im Online-Veranstaltungskalender der Landesgartenschau.

www.kamp-lintfort2020.de/
veranstaltungen

Geschichtsverein lädt zur Führung

Und wenn wir die Altstadt nun eh schon verlassen haben, dann bleiben wir doch auch im Grünen: Der Kempener Geschichts- und Museumsverein lädt seine Mitglieder und alle Interessierten am Sonntag, 30. August, um 11.15 Uhr zu einem Rundgang über den jüdischen Friedhof in Kempen am Grünkesweg ein. Dr. Hans Kaiser wird über die Geschichte der Kempener Juden und ihres Friedhofs berichten, der Steinmetz Manfred Messing, der die Grabsteine nicht nur auf dem Kempener Friedhof restauriert hat, wird über seine Arbeit berichten. Die Teilnahme kostet fünf Euro pro Person, auch für Mitglieder. Es wird darum gebeten, dass alle Teilnehmer eine Maske tragen.