Niers-Geflüster In der heutigen Ausgabe geht es hauptsächlich um ein bekannntes Oedter Wahrzeichen : Die Girmes-Uhr hängt wieder

In der heutigen Ausgabe geht es hauptsächlich um ein kleines Oedter Wahrzeichen

Es tut sich was. In Oedt. Bei Girmes. An der Wand der ehemaligen Turbinenhalle. Männer auf Leitern werkeln in luftiger Höhe herum. Sollte etwa...? Ja, die Girmes-Uhr ist wieder an ihren angestammten Platz zurückgekehrt. Noch tickt sie nicht, der Strom fehlt. Doch das soll sich bald ändern. So hoffen es zumindest Georg Fasselt und seine Mitstreiter von den „Perspektiven für Oedt“. Und, dass damit die fast unendliche Geschichte um den markanten Zeitmesser ein glückliches Ende nimmt.

Die Restaurierung war schwierig

Dieser hing bis Ende März 2017 noch an der Außenmauer der Girmes-Turbinenhalle. Im Oktober 2019 frohlockte der Flüsterer bereits an dieser Stelle, dass nun bald die Girmes-Uhr zurückkehren würde. Anscheinend ein bisschen voreilig. Zur Erinnerung: 2017 war die Uhr von den Mitstreitern der „Perspektiven für Oedt“ abgebaut worden, um sie inklusive ihres Oberteils – der Weltkugel und der Beleuchtung – zu reparieren. Im August 2018 vermeldete die WZ dann die Wiederherstellung. Doch die Aufgabe hatte sich schwierig gestaltet. „Leider waren alle Gehäuseteile nicht mehr verwendbar und wurden neu gefertigt. Lediglich die Zifferblätter und die Girmes-Buchstaben konnten nach einer Reparatur beziehungsweise Restaurierung wieder verwendet werden“, teilte damals Georg Fasselt mit. Zwischenzeitlich musste sogar um weitere Spenden gebeten werden, da das Projekt doch alle kalkulierten Kosten übertraf. Neben den Kosten für externe Arbeit und Material, wie neue Gehäuseteile, Macrolonscheiben, LED-Neonschläuche etc., hatten die „Perspektiven“ über 100 Stunden daran gearbeitet. Damals hieß es, die Girmes Vermarktungs- und Entwicklungs GmbH (GVE) wolle kurzfristig die Mauerecke streichen und das Uhrengehäuse anschrauben lassen.

Jetzt fehlt nur noch der Strom

Und dann kam 2019. Ein Jahr des Stillstandes. Und nun 2020. Bislang eher als Corona-Jahr bekannt. Aber vielleicht auch bei den Oedtern als das Jahr, in dem sie ihre Girmes-Uhr wiederbekamen, die an die glorreichen Jahre der Textilindustrie im kleinen Ort am Niederrhein erinnert. Die vorbereitenden Arbeiten haben Georg Fasselt und seine Helfer in den vergangenen Tagen geleistet und am Wochenende beendet. Die Maße der Uhr weiß Fasselt auch: „Das Unterteil mit der Uhr und dem Schriftzug ,Girmespark’ ist 1,20 mal 1,20 Meter. Die Weltkugel ist nochmals 1,20 Meter hoch. Das Ziffernblatt ist quadratisch, etwa ein mal ein Meter. „Nun muss noch die Mutteruhr in der Halle angebracht werden und es fehlt der Stromanschluss, so Fasselt, der in den vergangenen Jahren viel übers Uhrmacherhandwerk vom Oedter Uhrmacher-Fachmann Heinz Bidtscheidt gelernt hat. „Die Mutteruhr gibt Impulse an die Kontaktspulen in der Uhr weiter, damit die Zeiger wandern könne. Denn so dicke Zeiger wie bei der Girmes-Uhr können das nicht von alleine.“ Ja, es habe gedauert, sagt Fasselt. Aber er ist zuversichtlich, dass die Uhr bald ihre Impulse bekommt. Und dann soll eine offizielle Einweihung mit allen Beteiligten und Gästen gefeiert werden.

Ausgebuchte Sommernacht

Apropos Feier: Wenigstens die Sommernacht kann die Werbegemeinschaft Grefrath InTakt anbieten, nachdem ihr die Coronakrise alle geplanten Aktivitäten bislang zunichtegemacht hat. Jetzt soll das in den vergangenen Jahren beliebte Picknick auf dem Marktplatz am Samstag ab 19 Uhr stattfinden. Dennoch gibt es einen Wermutstropfen: Der Termin ist ausgebucht, „da nach Bekanntgabe innerhalb weniger Stunden alle zur Verfügung stehenden Tische reserviert waren“, wie die Organisatoren mitteilen. Und coronabedingt sei das Mitbringen eigener Sitzgelegenheiten nicht gestattet. Doch die Werbegemeinschaft weist auf einen Ausweg hin, „dass die angrenzenden Gastronomen ebenfalls zum Verweilen einladen und Sitzangelegenheiten anbieten. Melden Sie sich einfach dort und reservieren sich einen Tisch.“ Mit dem nötigen Anstand kann dann trotzdem dem musikalischen Programm auf dem Markt gelauscht werden.

Wehnen: Umbau ist beendet

Im vergangenen Jahr hieß es 25 Jahre SB-Mitnahme-Möbelmarkt von Wehnen in Grefrath, Pastoratshof 33. Angesichts der über 170 Jahre alten Geschichte des Hauses nur ein kleines Jubiläum, wie Geschäftsführer Axel Wehnen damals sagte. Nun wird bald wieder gefeiert. Kein Jahrestag, sondern ein neues Möbel- und Küchenhaus. Denn: Möbel SB und Möbel Wehnen vereinen sich und zeigen auf fast 5000 Quadratmetern vieles rund um Wohnen und Schlafen. Mehr zur Veränderung am Pastoratshof gibt es zu einem späteren Zeitpunkt.

40 Jahre im öffentlichen Dienst

Seit 40 Jahren arbeitet Andrea Kreiten im öffentlichen Dienst. Davon verbrachte sie 26 Jahre bei den Gemeindewerken Grefrath. Dort hatte sie am 16. Juli 1994 ihren ersten Arbeitstag und durchlief mehrere Abteilungen. Heute ist sie tätig im zentralen Sekretariat. In ihrer Freizeit unternimmt die Grefratherin gerne Radtouren mit ihrem E-Bike gemeinsam mit ihrem Ehemann und Freunden.